Rechenzentrum an IBM

Die Outsourcing-Strategie von Lekkerland

18.12.2012, von Hartmut Wiehr

CIO Müller-Wünsch hat sich für ein strategisches Outsourcing entschieden. Das Rechenzentrum geht an IBM, im Haus bleiben Planung und Kontrolle der IT.

CIO Michael Müller-Wünsch trat Anfang 2012 Jahres seinen Job als CIO bei Lekkerland an. Zuvor hatte er eine Professur an der privaten Hochschule FOM in Berlin wahrgenommen: Spezialgebiet "Internationales Management". Zusätzlich arbeitete er als Partner bei der Beraterfirma HiSolutions. Sein Weg zurück in die Praxis bedeutete für ihn auch die Anwendung seiner Erkenntnisse aus seiner Lehrtätigkeit und seiner Erfahrungen aus früheren Leitungstätigkeiten in der Industrie.

CIO Michael Müller-Wünsch von Lekkerland: Die komplette IT-Architektur kann man außer Haus geben, wenn beim Service Preis und Leistung stimmen.Vergrößern
CIO Michael Müller-Wünsch von Lekkerland: Die komplette IT-Architektur kann man außer Haus geben, wenn beim Service Preis und Leistung stimmen.
Foto: Lekkerland

Diese führten ihn dazu, das Verhältnis von Geschäftsprozessen und IT-Unterstützung bei Lekkerland grundsätzlich zu überdenken. Sein Werdegang verschaffte ihm insbesondere Einsichten in Retail- und Logistik-Konzepte von großen Unternehmen und auch Start-ups, wie er im Gespräch mit CIO.de berichtet. Müller-Wünsch betont, dass ihm sein Eintritt bei Lekkerland als Senior Vice President Corporate IT (so sein offizieller Titel) und zugleich als Geschäftsführer der Lekkerland Information Systems (Lis) eine Art Adrenalin-Stoß gegeben habe.

Outsourcing-Vertrag bis 2017

Seine Erwartungen, etwas bewegen zu können, seien übertroffen worden. Das Unternehmen als Ganzes besitze eine Kultur, die veränderungsbereit, pragmatisch und zielorientiert sei. Dies habe mit dazu beigetragen, dass man eine so grundlegende Entscheidung wie das komplette Outsourcing des Rechenzentrums an IBM treffen konnte. Auch alle RZ-Mitarbeiter werden von IBM übernommen. Der Outsourcing-Vertrag läuft zunächst bis Ende Mai 2017.

In einer offiziellen Erklärung von IBM heißt es: "Lis hatte bereits im letzten Jahr die wirtschaftlichen und qualitativen Vorteile eines IT-Outsourcing-Konzeptes untersucht und entschied sich auf dieser Grundlage, den Betrieb des eigenen Rechenzentrums an IBM auszulagern. Ziel ist es, die bis dato in der Lekkerland-Zentrale in Frechen bei Köln aus dem eigenen Rechenzentrum erbrachten IT-Services wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten."

Lekkerland AG & Co. KG (Mehr Fakten über die IT in diesem Unternehmen)
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