Rolle des CIO

IT-Manager wetten

Der CIO wird als erster gefragt

08.09.2011, von Frank C. Pieper

Frank C. Pieper, Vice President DACH Area, Juniper Networks, wettet, dass im Jahr 2021 ... Wetten Sie mit!

Frank C. Pieper ist Vice President DACH Area, Juniper Networks.Vergrößern
Frank C. Pieper ist Vice President DACH Area, Juniper Networks.
Foto: Juniper Networks

"Ich wette, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre zuerst der CIO gefragt wird."

Man erlebt es in der Informationstechnologie deutlicher als in irgendeinem anderen Bereich: Entwicklungen geschehen rasant, und in Zeiträumen, die früher noch überblickt werden konnten, passiert mittlerweile so viel, dass eine genaue Prognose schwerfällt. Dennoch muss man bei einem Blick in die Zukunft nicht im Trüben fischen: Betrachtet man vergangene Entwicklungen und die gegenwärtige Situation, stellen sich schnell Notwendigkeiten und Bedürfnisse heraus, auf die zukünftige Innovationen eine Antwort geben müssen. Zudem muss man sich schnell auf sprunghafte, neue Technologien einstellen - Facebook ist so ein Beispiel.

Wenn wir die Rolle von IT-Abteilungen ab der massiven Einführung des Internets und E-Mail-Verkehrs betrachten, sehen wir, dass sie oft einen unabhängigen Bereich darstellten, der die Infrastruktur für die tagtägliche Arbeit eines Unternehmens bereitstellte: Ohne Zweifel von großer Bedeutung für die Fortführung des eigentlichen Geschäfts, aber das ist - ein wenig überspitzt formuliert - das Gebäude, in dem Büros oder Produktionsräume untergebracht sind, auch. IT-Lösungen spielten in den meisten Unternehmen nur eine geringe Bedeutung für den eigentlichen Geschäftsplan, sie waren vielmehr ein Kostenfaktor. Der Einsatz war bestimmten Zielen zugeordnet und Teil der Finanz- oder Produktionsabteilung. Die Mitarbeiter waren mehr oder weniger zufrieden, wenn die Geschäftsprozesse weitestgehend in der IT-Struktur abgebildet waren oder E-Mails ohne Verzögerung gesendet und empfangen werden konnten.

So weit der Stand vor einer ganzen Reihe an Entwicklungen, die in den letzten Jahren die Verhältnisse vollkommen verändert haben: der exponentielle Anstieg der Daten durch die globale Nutzung des Internets, die Einführung von Smartphones, der Einsatz von Remote Offices/Home Offices sowie Virtualisierung und Cloud Computing, die derzeit größten Trends in der IT-Welt. All diese Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass die alten Architekturen, die sehr lange gut genug ihren Dienst verrichtet haben, langsam aber sicher nicht mehr mit den gesteigerten Anforderungen und vielfältigen Aufgaben zurechtkommen. Für den Zeitraum von 2008 bis 2020 wird ein 17-facher Datenverkehrsanstieg erwartet. Es werden schon heute mehr Smartphones als Desktop-PCs verkauft, und im Jahr 2015 werden 70 Prozent der IT-Gesamtausgaben in Cloud Computing investiert, ob Private oder Public.

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