Rolle des CIO

Beispiele aus der Praxis

CIOs gehören ins Board of Directors

10.05.2012, von Kim S. Nash

IT ist unverzichtbarer Bestandteil vieler Unternehmen. Deshalb sollte der CIO im Vorstand sein. Das nutzt auch der Karriere. US-Firmen machen es vor.

Kaum ein Produkt kommt heute noch ohne IT aus. IT-basierte Produkten gehört die Zukunft vieler Unternehmen und gerade deshalb gehören CIOs in das Board of Directors, fordert Kim Nash von unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com. Die Mitglieder sind verantwortlich für die Entwicklung ihrer Unternehmen und gerade deshalb müssen sie die IT verstehen. Nash bezieht sich in ihren Beispielen auf das amerikanische Board of Directors, das die aus Deutschland bekannten Systeme Vorstand und Aufsichtsrat vereinigt.

Vom Aufstieg des CIOs in das Board of Directors können Unternehmen profitieren. Vergrößern
Vom Aufstieg des CIOs in das Board of Directors können Unternehmen profitieren.
Foto: Nerlich Images - Fotolia.com

Kim Nash hat mit der Recruiterin Linda Hodges gesprochen, die ihr davon berichtet, dass zumindest im Healthcare-Bereich die Firmen reagieren und ihre CIOs ins Board holen. Sie würden erkennen, dass Technologie ein riesiger Bestandteil ihrer unternehmerischen Verantwortung ist, sagt Hodges. Ist der CIO kein festes Mitglied im Board, wird er vielleicht von Zeit zu Zeit herangeholt, um Informationen bereitzustellen. Doch das genügt nicht. "Entscheidungen im Vakuum" nennt Hodges die Vorgehensweise von Boards, ohne die feste Unterstützung eines CIOs über IT-relevante Dinge zu entscheiden.

Auch außerhalb der Healthcare-Branche holen Unternehmen CIOs ins Board, etwa das Mode- und Uhrenlabel Fossil. Fossil möchte weiter expandieren und hat im April verkündet, dass Tom Nealon, ein IT-Experte mit langjähriger CIO-Erfahrung, in den Aufsichtsrat aufgenommen wird. Damit holt das Unternehmen nicht nur CIO-Expertise in den Vorstand sondern profitiert auch von seiner Erfahrung mit schnell wachsenden Unternehmen.

CIOs überblicken die Prozesse hervorragend

Auch Executive Recruiterin Martha Heller ist davon überzeugt, dass Boards Gelegenheiten verpassen, wenn sie dem CIO keinen festen Sitz geben. IT spielt in den Prozessen von Unternehmen eine immer wichtigere Rolle, wodurch sich auch das Risikomanagement immer stärker mit IT-Themen verzahnt. Vorstände müssen Risiken kennen und dabei leistet der CIO einen wichtigen Beitrag. Darüber hinaus haben CIOs meist einen hervorragenden Überblick über die gesamten Prozesse im Unternehmen. "Es gibt nichts im Unternehmen, womit der CIO nicht vertraut ist", schreibt Martha Heller.

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Kommentieren: Kommentieren
Thomas Heimann - 11.05.2012 11:50
CIOS in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden es da wohl einige Zeit lang noch etwas schwer haben. Die Daten der IT-Trends-Studie zeigen, dass viele CEOs zumindest zurzeit im CIO noch keinen gleichberechtigten Partner suchen und die IT immer noch an IT-KPIs messen. In dieser Hinischt müssen die CIOs aber auch selbst etwas tun, um vom Management Board akzeptiert zu werden. Alle Fakten dazu in diesem Blogbeitrag: http://www.de.capgemini.com/it-trends-blog/2012/04/der-ceo-vom-cio/
Anonymer CIO - 10.05.2012 14:27
Im deutschsprachigen Europa, bis auf ein paar Ausnahmen, höchstens ein frommer Wunsch wenn die IT nur als interner Dienstleister und Kostenverursacher verstanden wird. die wenigsten Leute wissen,dass die IT und der CIO natürlich, als eine der wenigen Bereiche einen gesamten Überblick über das Unternehmen und deren Prozesse haben. Manche Ewiggestrige glauben noch immer die IT ist nur für die Installation von PC's zuständig.
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