Rolle des CIO

Technologie und Organisation

Wie CIOs 2020 arbeiten

04.06.2012, von

IT-Verantwortliche könnten die wichtigsten Visionäre im Unternehmen sein. Sie sorgen auch dafür, dass die IT trotz Cloud, BYOD und Cyberangriffen sicher bleibt.

Wie werden CIOs im Jahr 2020 arbeiten? In einer Sache ist sich John Brandon von unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com sicher: IT-Verantwortliche werden dann enger mit der Geschäftsführung zusammenarbeiten und gemeinsam mit ihr an technischen Zukunftsentscheidungen feilen. Doch Technologien entwickeln sich so rasant, dass Brandon nur mutmaßen kann, was in acht Jahren auf der CIO-Agenda steht.

Künstliche Intelligenz und Analytik werden in den kommenden Jahren für CIOs immer wichtiger. Vergrößern
Künstliche Intelligenz und Analytik werden in den kommenden Jahren für CIOs immer wichtiger.
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1. Die Vorherrschaft von Microsoft könnte enden: Eine der größten Veränderungen im Jahr 2020 könnte sein, dass Microsoft dann eine kleinere Rolle spielen wird als heute. Die Marktanteile der Betriebssysteme iOS und Android wachsen schon jetzt, viele Unternehmen haben aber weiter auf ihren Windows-Systemen beharrt. Gerade die Entwicklungen im Mobile-Bereich und rund um Apps könnten der Dominanz von Microsoft ein Ende bereiten, mutmaßt Brandon.

2. Die IT-Abteilung wird weniger greifbar: Brandon glaubt, dass der Wechsel zur Cloud sich noch weiter verstärken wird. In acht Jahren sind seiner Meinung nach IT-Abteilungen viel weniger greifbar als heute. Er glaubt, dass die Abteilung selbst dann wie eine Cloud organisiert sein wird.

3. Zusammenarbeit verlagert sich in die Cloud: Bereits jetzt setzen viele Firmen für Meetings auf Videokonferenzen. Im Jahr 2020 rechnen Experten mit einer Zusammenarbeit in der Cloud, zum Beispiel bei der Arbeit mehrerer Personen an einem Dokument. Was heute in der Regel innerhalb der Firewall eines Unternehmens passiert, verlagert sich dann in die Cloud. Es liegt an den CIOs, diese Entwicklung zu unterstützen und auch für die Sicherheitsvorkehrungen zu sorgen.

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Thomas Heimann - 12.06.2012 12:52
Der zweite Punkt "Die IT-Abteilung wird weniger greifbar" ist interessant. 38 Prozent der CIOs, die an der IT-Trends-Studie 2012 (http://bit.ly/ivlOP4) teilgenommen haben, prognostizierten, dass die IT-Einheit bereits in 5 Jahren deutlich kleiner sein wird als heute und die meisten Services aus der Cloud oder von externen Dienstleistern bezogen werden. Da die meisten CIOs darüber hinaus annehmen, dass die Rolle des CIOs in eine tehcnische und eine fachliche Rolle geteilt wird, wäre denkbar, dass dann auch die verbliebenden IT-Mitarbeiter einzelnen Fachabteilungen zugeordnet werden. Dadurch würde die IT-Abteilung weniger greifbar und "verteilter" arbeiten.
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