SaaS-Anwender

Gartner zu ERP für KMUs

SaaS vor allem für kleine Firmen spannend

11.06.2010, von

Obwohl der SaaS-Markt im Zuge des Trends zum Cloud-Computing mit weit überproportionalen Wachstumsraten glänzt, zögern die Unternehmen noch, wenn es um ihre Kernanwendungen geht. Aber nach Einschätzung der Gartner-Analysten wird in den kommenden Jahren ERP-Mietsoftware für kleine bis mittlere Unternehmen eine interessante Alternative zur Lizenzsoftware.

Für KMUs ist ERP as a Service aus mehreren Gründen interessant: Bei knappen IT- und Personalressourcen wissen besonders kleinere Unternehmen den geringeren Wartungs- und Betriebsaufwand zu schätzen. Außerdem ist es für sie besonders attraktiv, Kapitalinvestitionen zu vermeiden und die Kosten für das ERP-System als Betriebsausgaben verbuchen zu können. Hinzu kommen in vielen Fällen eine einfachere Implementierung mit kürzeren Einführungszeiten, so dass die Einsparungen schnell wirksam werden. "Allerdings sollten die Unternehmen nicht unterschätzen, dass mit der Einführung einer ERP-Lösung nach dem SaaS-Modell auch Veränderungen an der Prozesslandschaft notwendig werden", schreibt Gartner-Analystin Denise Ganly im "Hype Cycle ERP".

Zwei bis fünf Jahre, rechnen die Gartner-Analysten, bis SaaS-Lösungen für ERP zum Mainstream werden.Vergrößern
Zwei bis fünf Jahre, rechnen die Gartner-Analysten, bis SaaS-Lösungen für ERP zum Mainstream werden.
Foto: Gartner

Im Gartner Hype Cycle befindet sich SaaS-based ERP noch im aufsteigenden Ast der technologischen Neuerungen ("Technology Trigger"). Bis zum Mainstream ("Plateau of Productivity") werden nach Ansicht der Marktforscher etwa zwei bis fünf Jahre vergehen. Aber auch dann wird sich der Einsatz nach Meinung der Gartner-Experten vorrangig auf kleine und mittlere Unternehmen beschränken. Denn trotz der aller offensichtlichen Vorzüge sei ERP-Mietsoftware nur in den seltensten Fällen in der Lage, die komplexen Anforderungen von Großunternehmen zu erfüllen.

Die Anbieter sieht Gartner-Analystin Ganly vor der Herausforderung, neue Lizenz- und Liefermodelle zu entwickeln. Hier seien besonders die großen Anbieter mit umfangreicher Kundenbasis und konstanten Umsätzen im Vorteil, weil sie den nötigen finanziellen Atem hätten, die dafür nötige Infrastruktur aufzubauen. "Für viele Anbieter ist es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Umstellung auf ein SaaS-Liefermodell zu bewerkstelligen", vermutet Ganly.

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