Artikel zum Thema "Gesundheitssystem" bei CIO.de

Consumerization verändert das Gesundheitssystem

Studie von Booz: Consumerization verändert das Gesundheitssystem (Foto: Booz & Company)
Studie von Booz: Booz geht von einem fundamentalen Wandel im Gesundheitswesen aus: Patienten und IT rücken in den Mittelpunkt. Anbieter sollten sich consumer-centric ausrichten. » zum Artikel

Wie Social Media die Medizin verändert

Boston Consulting Group: Wie Social Media die Medizin verändert (Foto: PatientsLikeMe)
Boston Consulting Group: Blutdruck-App oder Arztgespräch per Video: IT stärkt die Patienten und senkt Kosten im Gesundheitswesen, so die BCG. Noch sei der Markt im Experimentierstadium. » zum Artikel

IT-Investitionen finden nicht mehr statt

Alarm in Krankenhäusern: IT-Investitionen finden nicht mehr statt (Foto: MEV Verlag)
Alarm in Krankenhäusern: Kein Geld für IT-Investitionen und Personal. Das Gesundheitssystem ist so gut wie pleite. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ruft zum Protest auf. » zum Artikel

Neue IT-Trends in der Medizin

Individuelle Analysen: Neue IT-Trends in der Medizin (Foto: IBM)
Individuelle Analysen: Eine iPhone-App kontrolliert den Herzschlag und eine Tablette mit Sensor sammelt Informationen im Körper. Neue Technologien sollen Vorsorge und Therapien verbessern. » zum Artikel

IT-Insellösungen sollen weg

Studie von Fraunhofer und Bearingpoint: IT-Insellösungen sollen weg (Foto: Bundesgesundheitsministerium)
Studie von Fraunhofer und Bearingpoint: Die IT im Gesundheitswesen ist geprägt von Insellösungen und fehlenden Schnittstellen. Das Gesundheitsministerium will jetzt die Kommunikation verbessern. » zum Artikel

8 IT-Trends für 2013

Mobile Geräte, Apps und Cloud Computing: 8 IT-Trends für 2013 (Foto: Accenture)
Mobile Geräte, Apps und Cloud Computing: Speziell für die Healthcare-IT zeigen Themen der Messe Medica und eine Accenture-Studie, welche Entwicklungen zu erwarten sind - für Ärzte wie für Patienten. » zum Artikel

Hartes Urteil von Accenture

Gesundheitswesen: Hartes Urteil von Accenture (Foto: Accenture )
Gesundheitswesen: Gesundheitsinformationen per IT auszutauschen, ist in vielen Ländern selbstverständlich. Nicht in Deutschland. Eine internationale Studie von Accenture sagt warum. » zum Artikel


Artikel zum Thema "Gesundheitssystem" im IDG-Netzwerk
 

Booz geht von einem fundamentalen Wandel im Gesundheitswesen aus: Patienten und IT rücken in den Mittelpunkt. Anbieter sollten sich consumer-centric ausrichten.
Nicht nur in Deutschland gibt es immer wieder negative Schlagzahlen, was die Effizienz und die Bezahlbarkeit des Gesundheitswesens betrifft. Was einmal als selbstverständlich war– die ärztliche Versorgung der Bevölkerung ist und bleibt aufgrund ihres besonderen Charakters ein Zuschussgeschäft ähnlich wie das Schul- und Universitätssystem –, gilt so seit einigen Jahren nicht mehr. Insgesamt ist das Gesundheitswesen zu einer Sphäre von Investition und finanziellem Ertrag erklärt worden. Eine solche Entscheidung hat Folgen. Leistungen für die Gesundheit sind plötzlich nicht nur unter den Gesichtspunkten von bestmöglicher Vorsorge und Heilung zu betrachten, sondern die Kostenüberlegungen rücken immer weiter nach vorne. So sollte die Einführung einer Praxisgebühr vor zehn Jahren dazu dienen, die "Patientenströme zu lenken" – sprich die Leute davon abzuhalten, (zu) oft zu einem Arzt zu gehen. Wie man jetzt hört, hat das nicht funktioniert. Auch die netten Einnahmen über die Jahre hinweg sind jetzt kein Argument mehr – man braucht sie schlicht im Moment nicht. Mit anderen Worten: Das deutsche Gesundheitswesen ist im Ganzen betrachtet profitabel. Krankenkassen erzielen Überschüsse, und auch die vielerorts bereits dominierenden Krankenhausketten in privater Hand lohnen sich. Dennoch wollen die Stimmen nicht verstummen, die eine baldige Pleite des Gesundheitswesens voraussagen. Gesundheitssystem auf Dauer nicht finanzierbar So erklärte der Chef der Berliner Charité, Karl Max Einhäupl, am 29.12.2012 in der FAZ das Gesundheitssystem auf Dauer nicht mehr für finanzierbar. Wörtlich führte er aus: "Die Innovationszyklen werden immer kürzer, aber die Innovationskosten steigen. Das wird auf die Dauer nicht zu finanzieren sein. Eines Tages könnte das dazu führen, dass es zwei verschiedene Klassen von Patienten gibt: Die Menge, die nur die Basisversorgung erhält, und die wenigen, die sich privat eine bessere Versorgung leisten können. Es könnte zu einer Entsolidarisierung des Gesundheitssystems kommen." Hilfe könnte aus den USA kommen. Dort diagnostiziert die Beratungsgesellschaft Booz & Company einen fundamentalen Wandel im Gesundheitswesen: Die "Consumerization" sei drauf und dran, das Healthcare-System zu transformieren. Denn den Patienten oder "Konsumenten" des Gesundheitswesens würden ganz neue Aufgaben beim Management ihrer eigenen Befindlichkeiten, Krankheiten oder gesundheitlichen Probleme zukommen. Entwicklung in den USA: Gesundheit privatisiert Als Beispiel verweisen die Autoren von Booz & Company auf die Ausdehnung von medizinischen Beratungszentren in den USA, die vermehrt in der Nähe von Ladenketten oder großen Malls eröffnet würden. Große Versicherungen oder andere Organisationen wie Highmark, Florida Blue oder United Healthcare würden direkt neben Lebensmittel- oder Bekleidungsläden solche Zentren eröffnen. Damit reagieren sie auf die wachsende Unsicherheit vieler Patienten (Konsumenten), wie sie mit den Leistungen und beständigen Reformen des Gesundheitswesens zurechtkommen sollen. Indem die Krankenversorgung immer mehr privatisiert wird, indem Unternehmen aus ihrer Verantwortung aussteigen und alles den Arbeitnehmern überlassen, gibt es laut Booz & Company einen steigenden Bedarf an Beratung. Wie soll man sich als einzelner verhalten, welche Versicherungen abschließen, und was kostet das Ganze? "Consumerization" steht dabei vor allem für den Wandel eines Gesundheitssystems von einer Business-to-Business- (B2B) zu einer Business-to-Consumer-Ausrichtung (B2C). Bisher wären die einzelnen Personen mehr von Versicherungen und anderen Healthcare-Organisationen verwaltet worden. Ihre individuellen Meinungen und Wünsche seien zweitrangig gewesen. In einem Gesundheitswesen nach B2C-Prinzipien, das sich jetzt allmählich herausbilde, soll den Patienten/Konsumenten eine mehr aktive Rolle zukommen. Healthcare-Player sollen sich "consumer-centric" aufstellen In der Folge dieser Entwicklung müssten sich alle Healthcare-Player mehr "consumer-centric" aufstellen. Laut Booz & Company gelte das nicht nur für die USA, sondern für alle westlichen Industrieländer, in denen neue wirtschaftliche Verhaltensweisen im Healthcare-Bereich eingeführt würden. Darüber hinaus spielten die IT und neue Systeme zur Erfassung, Verwaltung und Analyse von Patientendaten (Big Data) eine immer wichtigere Rolle. Diese Tendenz wird auch in einem höchst interessanten Artikel der New York Times über das amerikanische Gesundheitswesen und die „stimuli" der Obama-Administration und ihre Effekte bestätigt: "A Digital Shift on Health Data Swells Profits in an Industry" (New York Times, 19.02.2013).
Die Chance für IT-Dienstleister liegt im Gesundheitsmarkt. Denn viele Krankenhäuser müssen ihre IT-Landschaft integrieren oder gar austauschen. Digitale Krankenakte, zentrale Datenverwaltung und Gesundheitskarte sind weitere Wachstumsfelder, meint Martin Barnreiter von PAC.

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