Artikel zum Thema "Hart aber fair" bei CIO.de

Bürger wollen härtere Datenschutzgesetze

Unisys Security Index: Bürger wollen härtere Datenschutzgesetze (Foto: Dustin Lyson - Fotolia.com)
Unisys Security Index: Nach einer Studie von Unisys will die Mehrheit der Bundesbürger strengere Sicherheitsregelungen. Dabei wollen sie deutsche Gesetze, keine EU-Vorgaben. » zum Artikel

Hartes Urteil von Accenture

Gesundheitswesen: Hartes Urteil von Accenture (Foto: Accenture )
Gesundheitswesen: Gesundheitsinformationen per IT auszutauschen, ist in vielen Ländern selbstverständlich. Nicht in Deutschland. Eine internationale Studie von Accenture sagt warum. » zum Artikel

Nach der Kündigung ist vor dem neuen Job

Hilfe durch Coaching: Nach der Kündigung ist vor dem neuen Job (Foto: Peter Atkins - Fotolia.com)
Hilfe durch Coaching: Wer betriebsbedingt gekündigt wird, sollte die Vergangenheit abhaken und nach vorne schauen. Coaching und ein aussagekräftiges Zwischenzeugnis können helfen. » zum Artikel

Was Führungskräfte 2013 verdienen

Gehälter der Chefs: Was Führungskräfte 2013 verdienen (Foto: dinostock - Fotolia.com)
Gehälter der Chefs: Besonders im IT-Management lässt sich dank üppiger Boni viel Geld verdienen. Das ergab eine Vergütungsstudie von Personalmarkt und der Computerwoche. » zum Artikel

Kritik am IT-Gipfel

Ausschreibungen meist an Telekom und Siemens: Kritik am IT-Gipfel (Foto: BITMi)
Ausschreibungen meist an Telekom und Siemens: Oliver Grün, Präsident des Bundesverbands für IT-Mittelstand, erklärt die Forderungen seines Verbandes. Losgrößen der öffentlichen Hand sind eine Katastrophe. » zum Artikel

2 Stoßrichtungen der IT-Kostensenkung

Checkliste IT-Infrastruktur: 2 Stoßrichtungen der IT-Kostensenkung (Foto: Roland Berger)
Checkliste IT-Infrastruktur: Je nach Reifegrad des Unternehmens lassen sich die Kosten in der IT-Infrastruktur um bis zu 20 Prozent ohne harte Einschnitte senken. Wie das geht, erklären Andreas Dietze und Kirill Perfiliev von Roland Berger in ihrer Kolumne. » zum Artikel

Das Social-Media-Marketing der Allianz

Mit Facebook nah am Kunden: Das Social-Media-Marketing der Allianz (Foto: Allianz)
Mit Facebook nah am Kunden: Auch ein Finanzdienstleister wie die Allianz verspricht sich einen nachhaltigen Marketing-Effekt von ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken. Die Allianz geht jedoch ihren eigenen Weg. » zum Artikel

CSC Schlusslicht, Cognizant führt

KPMG zur Provider-Zufriedenheit: CSC Schlusslicht, Cognizant führt (Foto: Victoria - Fotolia.com)
KPMG zur Provider-Zufriedenheit: CSC, IBM, HP, Atos und Accenture – alles namhafte Provider von IT-Services. Und alle schneiden sie in einer KPMG-Studie vergleichsweise schlecht ab. » zum Artikel

Die Hälfte arbeitet auch im Urlaub

E-Mail, Smartphone, Laptop: Die Hälfte arbeitet auch im Urlaub (Foto: MEV Verlag)
E-Mail, Smartphone, Laptop: Umfragen von dpa und Regus ergaben, dass die Hälfte der Arbeitnehmer auch im Urlaub berufliches erledigt. Doch wer nicht abschaltet, wird sich kaum erholen. » zum Artikel

Yahoo-Chefin Mayer lobt Facebook Home

Sunnyvale (dpa) - Trotz der harten Konkurrenz im Internetgeschäft bleibt manchmal Zeit für ein paar nette Worte. Auf die Frage, ob Yahoo etwas ähnliches wie Facebooks Smartphone-Software Home plane, antwortete Firmenchefin Marissa Mayer: "Wir haben nichts anzukündigen derzeit, aber wir möchten Facebook ein Lob aussprechen. Wir denken, es ist eine wirklich großartige Idee und ein richtig nettes Produkt." » zum Artikel

EU-Kommissarin will Apple bei Garantie in die Mangel nehmen

Brüssel (dpa) - EU-Kommissarin Viviane Reding lässt im Streit um die Garantiebedingungen von Apple nicht locker. Sie forderte die europäischen Verbraucherschutzminister am Dienstag erneut zu einem härteren Vorgehen auf. Derzeit informiere der US-Konzern in 21 von 27 EU-Ländern die Verbraucher nicht korrekt über ihre Rechte, erklärte Justizkommissarin Reding in Brüssel. "Das ist einfach nicht gut genug." » zum Artikel

Österreicher kämpfen im Netz für Süßes

Die Österreicher setzen sich für ihre süßen Kindheitserinnerungen ein: Mit dem Kampf für Eis und Schokoküsse lösten Tausende im Internet einen wahren "Candystorm" aus - und feierten dabei Erfolge. » zum Artikel

Die besten Arbeitgeber in der IT 2013

Great Place to Work: Die besten Arbeitgeber in der IT 2013 (Foto: caruso13 - Fotolia.com)
Great Place to Work: Gemeinsam mit dem Great Place to Work Institute und dem Bitkom hat die Computerwoche die IT-Unternehmen mit den zufriedensten Mitarbeitern und der besten Personalarbeit ermittelt. Lesen Sie, wo sich IT-Profis gut aufgehoben fühlen. » zum Artikel

Telekom bekommt deutlich weniger als beantragt für "letzte Meile"

Die Entgelte der Telekom für die "letzte Meile" spielen eine große Rolle für den Wettbewerb. Jetzt hat die Netzagentur sie neu festgelegt - und erntet prompt Kritik der Telekom-Konkurrenten. » zum Artikel

Telekom bekommt deutlich weniger als beantragt für "letzte Meile"

Die Entgelte der Telekom für die "letzte Meile" spielen eine große Rolle für den Wettbewerb. Jetzt hat die Netzagentur sie neu festgelegt - und erntet prompt Kritik der Telekom-Konkurrenten. » zum Artikel

Telekom bekommt deutlich weniger als beantragt für "letzte Meile"

Die Entgelte der Telekom für die "letzte Meile" spielen eine große Rolle für den Wettbewerb. Jetzt hat die Netzagentur sie neu festgelegt - und erntet prompt Kritik der Telekom-Konkurrenten. » zum Artikel

Hedgefonds-Investor: "Sparern droht beim Bitcoin eine blutige Nase" Interview: Hannes Breustedt, dpa-AFX

Frankfurt/Main (dpa) - Das Münchner Investmenthaus Phylax Financial Innovations war einer der ersten professionellen Großanleger, die auf den Bitcoin gesetzt haben. Geschäftsführer Friedhelm A. Schmitt erklärte im Interview mit der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX, warum sein Hedgefonds fast alle Bitcoins verkauft hat, er aber trotzdem felsenfest an den Erfolg des Digitalgelds glaubt. » zum Artikel

INTERVIEW/Hedgefonds-Investor: 'Sparern droht beim Bitcoin eine blutige Nase'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Münchner Investmenthaus Phylax Financial Innovations war einer der ersten professionellen Großanleger, die auf die Internetwährung Bitcoin gesetzt haben. Geschäftsführer Friedhelm A. Schmitt erklärt im Interview, warum sein Hedgefonds fast alle Bitcoins verkauft hat, er aber trotzdem felsenfest vom Erfolg digitalen Geldes überzeugt ist. » zum Artikel

Unternehmer, Stifter, Bürger - Michael Otto wird 70

Als Mehrheitseigner der Otto Group ist Michael Otto einer der reichsten Deutschen. Wie kaum ein zweiter Unternehmer engagiert er sich seit Jahrzehnten für Umwelt und Gesellschaft. Am Freitag wird Otto 70 Jahre alt. » zum Artikel

Unternehmer, Stifter, Bürger - Michael Otto wird 70

Als Mehrheitseigner der Otto Group ist Michael Otto einer der reichsten Deutschen. Wie kaum ein zweiter Unternehmer engagiert er sich seit Jahrzehnten für Umwelt und Gesellschaft. Am Freitag wird Otto 70 Jahre alt. » zum Artikel

Wie Kunden über Direktversicherungen urteilen

Direct Line, Huk 24, Sparkassen Direktversicherung: Wie Kunden über Direktversicherungen urteilen (Foto: Sergej Khackimullin - Fotolia.com)
Direct Line, Huk 24, Sparkassen Direktversicherung: Immerhin drei von zwölf Direktversicherern erhalten von Endverbrauchern das Gesamturteil "sehr gut" in puncto Fairness. Das gilt jedoch nicht in allen Teilfragen, wie der Marktforscher Servicevalue berichtet. Abgefragt wurden etwa die Gestaltung der Website und die Erreichbarkeit von Mitarbeitern, aber auch die Kulanzbereitschaft der Anbieter. » zum Artikel

ROUNDUP: Telecom Italia spielt Zusammenschluss mit Konkurrent H3G durch

MAILAND (dpa-AFX) - Italiens größte Telefongesellschaft Telecom Italia denkt über einen Zusammenschluss mit ihrem Konkurrenten H3G nach. Über diese Option werde der Verwaltungsrat bei einem Treffen am Donnerstag nächster Woche beraten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Gespräche seien aber noch in einem frühen Stadium. » zum Artikel

Wenn CIOs auf Jobsuche gehen

Bewerbung: Wenn CIOs auf Jobsuche gehen (Foto: Eissmann)
Bewerbung: Neue Stelle, eigene Gründung oder Interims-Management: Führungskräfte reagieren unterschiedlich, wenn sie ihren Job verlieren. Drei Beispiele. » zum Artikel

Marktforscher sehen schlimmsten PC-Einbruch: "Windows 8 hat versagt"

So hart wie die Marktforschungsfirma IDC hat selten ein renommierter Branchenkenner das PC-Betriebssystem Windows 8 kritisiert. Das neue Design und der fehlende Start-Button hätten die Kunden abgestoßen. Der Verkaufsrückgang bei PCs seien dadurch noch verschlimmert worden. » zum Artikel

Die App-Ökonomie: Goldrausch mit Hindernissen

Über 80 Milliarden Apps dürften dieses Jahr heruntergeladen werden, Entwickler machen Schlagzeilen, die ihre Anwendungen für Dutzende Millionen Dollar verkauft haben. Doch nicht jede App ist so erfolgreich. Der Alltag der meisten Entwickler ist hart. » zum Artikel

Acer-Chef hält Windows 8 für zu kompliziert

Kritik an Microsoft: Acer-Chef hält Windows 8 für zu kompliziert (Foto: Microsoft)
Kritik an Microsoft: Jim Wong, der Chef des taiwanischen PC-Herstellers Acer, hält Windows 8 für zu kompliziert. Man müsse dringend die Kunden besser beraten, damit sie mehr Windows-8-Notebooks kaufen würden. » zum Artikel

"FT": Mutterkonzerne sprechen über O2 und E-Plus

Der deutsche Mobilfunkmarkt ist hartumkämpft, der Wettbewerb drückt die Preise, neue Kunden gibt es kaum. Im Rücken der beiden größten Anbieter T-Mobile und Vodafone sollen einem "FT"-Bericht zufolge nun E-Plus und O2 wieder einmal über Kooperationsmöglichkeiten reden. » zum Artikel

Warum wir Jeff Bezos brauchen (oder auch nicht)

Amazon-Kontroverse: Warum wir Jeff Bezos brauchen (oder auch nicht) (Foto: Amazon)
Amazon-Kontroverse: Amazon-Chef Jeffrey Bezos stellt langfristige Ziele wie Kundenbindung und Mitarbeiter-Loyalität über kurzfristigen Profit. Das Portal Business Insider kürt ihn zum Vorbild für Amerikas Wirtschaft. Literaturverleger Christopher Schroer dagegen hat ihm kürzlich die Zusammenarbeit aufgekündigt. » zum Artikel

Marktforscher sehen schlimmsten PC-Einbruch: "Windows 8 hat versagt"

So hart wie die Marktforschungsfirma IDC hat selten ein renommierter Branchenkenner das PC-Betriebssystem Windows 8 kritisiert. Das neue Design und der fehlende Start-Button hätten die Kunden abgestoßen. Der Verkaufsrückgang bei PCs sei dadurch noch verschlimmert worden. » zum Artikel

'HB': Autostahl-Kartell mit ThyssenKrupp bestand bereits seit 1998

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die deutsche Autoindustrie hat möglicherweise seit über einem Jahrzehnt zu viel beim Stahleinkauf bezahlt. Seit dem Jahr 1998 hätten sich die Hüttenkonzerne ThyssenKrupp, Voestalpine und ArcelorMittal beim Verkauf von Autoblechen abgesprochen, berichtete das "Handelsblatt" (Mittwoch) unter Berufung auf Branchenkreise. Diese Jahreszahl sei auch in einer Anzeige vermerkt, die ... » zum Artikel


Artikel zum Thema "Hart aber fair" im IDG-Netzwerk
 

Am Abend des 4. Februar 2013 hat die ARD in zwei Sendungen dem Phänomen Apple nachgeforscht. Erst im Markencheck des WDR, dann bei Hart aber Fair. Zwei unterschiedliche Sendungen, zweimal Anlass für Ärger: eine Meinung von Marlene Buschbeck-Idlachemi, unserer Kollegin von der Macwelt.
Seit Montag dieser Woche ist Stefan Mappus (CDU) wieder in den Schlagzeilen: Peter Hauk, CDU-Fraktionschef in Baden-Württemberg, rät dem ehemaligen Ministerpräsidenten, aus seiner Partei auszutreten. Es geht um die EnBW-Affäre. Im Jahr 2010 hatte das Land Baden-Württemberg 45 Prozent der Aktien des heimischen Stromversorgers EnBW vom französischen Energieversorger EdF zurückgekauft - möglicherweise zu einem überhöhten Preis. In diesem Zusammenhang wurde eine Fairness Opinion erstellt; ausgerechnet durch Morgan Stanley unter ihrem Deutschlandchef Dirk Notheis, einem engen Freund von Stefan Mappus. Mappus hatte ihm damals gemailt, er habe „gute Lust, aus dem Scheißverein auszutreten“ - siehe: FOCUS ONLINE vom 18. Februar 2013. Abseits des Politischen lohnt sich ein Blick auf die Funktion der Fairness Opinion sowie vor allem auf die Art und Weise, wie sie seinerzeit gehandhabt worden ist. Fairness Opinion Fairness Opinion bezeichnet die „ehrliche Meinung“ eines unabhängigen und sachverständigen Dritten zur finanziellen Angemessenheit einer Angebotsleistung. Bei Abschluss des EnBW-Deals gab es keinen allgemein anerkannten Standards für Fairness Opinions . Im September 2007 hatte die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) zwar Grundsätze für Fairness Opinions beschlossen. Aber die DVFA ist nicht unabhängig, weil es in der Regel ihre Mitgliedsunternehmen sind, die mit Fairness Opinions beauftragt werden. Muss es überhaupt einen Standard geben? Eine sachgerechte Angemessenheitsprüfung ist mithilfe einer investitionstheoretisch fundierten Ermittlung des Grenzpreises aus Sicht des Käufers oder Verkäufers genauso gut möglich. Mappus war schneller, höher und weiter Aus der öffentlichen Berichterstattung ist zu entnehmen, dass Mappus mit der Verhandlung und Vereinbarung des Rückkaufpreises für die EnBW-Aktien schneller war als Morgan Stanley mit der Erstellung der Fairness Opinion . Dies zeugt von einem falschen Verständnis. Eine Fairness Opinion ist nötig, um eine sachgerechte Entscheidung treffen zu können; sie dient keinesfalls der nachträglichen Rechtfertigung eines irgendwie zustande gekommenen Transaktionspreises. Möglicherweise war der von Mappus vereinbarte Kaufpreis höher als angemessen. Die von Morgan Stanley nach den DVFA-Grundsätzen erstellte Fairness Opinion bedient sich laut den Erkenntnissen des Rechnungshofs vergleichsbasierter Bewertungsmethoden (hauptsächlich vier verschiedene EBITDA-Vielfache) und basiert auf „unreflektierten Ertragserwartungen“. Dagegen wäre eine investitionstheoretisch fundierte Entscheidungswertermittlung sachgerecht gewesen, in deren Rahmen das Zielsystem des Landes, wesentliche wirtschaftliche Risiken, vertragsrechtliche Konsequenzen und weitere Kaufpreisindikatoren berücksichtigt worden wären (vgl. Gutachten des Rechnungshofs, S. 14, S. 57ff., S. 62f.). Wie geht es mit diesem als „modern“ deklarierten Kapitalmarktinstrument der Fairness Opinions weiter? Gegenwärtig haben sie eher den Charakter von Gefälligkeitsgutachten, um das auftraggebende Management von seiner Haftung freizustellen. Die Kosten für diese „Haftungsfreistellung“ trägt das auftraggebende Unternehmen selbst, also letztendlich der Aktionär. Aber auch bei der Einschaltung eines formal unabhängigen Sachverständigen darf dessen Stellungnahme nicht unreflektiert übernommen werden. Das Management hat die Pflicht, sich von der Unabhängigkeit und der Sachkunde des Gutachters zu überzeugen. Die Fairness Opinion ist kritisch zu hinterfragen und kann nur einer von mehreren Beiträgen zur Entscheidungsfindung sein. Wer eine Kapitalmarkttransaktion plant, ist nicht davon frei, sich ein eigenes Urteil über die Angemessenheit der Transaktion zu bilden. Weitere Quelle: Brösel, Gerrit und Zimmermann, Mario: Projekt „Olympia“ – Mappus „Fair Play“?, in: DER BETRIEB vom 10.08.2012, Heft 32, S. 1-2. Eric Schreyer arbeitet als Manager auf Zeit sowie als beratender Unternehmer. Er war viele Jahre als Geschäftsführer in mittelständischen Unternehmen tätig. Zuvor stand er 18 Jahre bei der Deutsche Bank AG unter Vertrag. Schreyer ist gelernter Bankkaufmann und diplomierter Ökonom. Er schreibt ebenso für seinen Blog Valuation-in-Germany sowie für das Handbuch Unternehmensbewertung im Bundesanzeiger-Verlag. Sie errreichen ihn unter es.mittelstandsberatung(at)googlemail.com. Die letzten Beiträge von Eric Schreyer: Risikomanagement: Bezahlt CFO wie Beamte! (13. Februar 2013) Unternehmenssteuerung: Dynamische Systeme verstehen lernen (30. Januar 2013) Strategische Planung: Nachhaltigkeit in Familienbetrieben (24. Januar 2013) Strategische Planung: Kreative Szenario-Methodik-Varianten (17. Januar 2013) Volkswirtschaft: Gespenster und unsichtbare Hände (10. Januar 2013) Unternehmensbewertung: Soft Facts entscheiden über Erfolg (22. Dezember 2012) Unternehmensbewertung: Grenzen des Discounted Cash Flow (18. Dezember 2012) Unternehmensbewertung: In aeternum - es zählt nur der Zweck (11. Dezember 2012) Autor: Eric Schreyer
Die alte Ökonomie ist eine Verhaltenswissenschaft, die ohne Psychologie auskommt – ein Paradoxon. Wenn sich alles „rechnen“ soll, arbeiten Mitarbeiter nur soviel, wie sie unbedingt müssen. Deshalb sind sie streng zu kontrollieren. Der ökonomische Nachwuchs hat indessen herausgefunden, dass es genau umgekehrt ist: Menschen arbeiten sehr gerne, werden jedoch durch Kontrollen demotiviert. Wenn Mitarbeitern ein konkretes Ziel vorgegeben wird, arbeiten die meisten von ihnen bis sie es geschafft haben und „legen dann ihre Hände in den Schoß“. Werden Zielvorgaben als kontrollierend wahrgenommen, empfinden Mitarbeiter dies als Misstrauen in ihre freiwillige Kooperationsbereitschaft. Ein Chef, dem das bewusst ist und der die Autonomie seiner Mitarbeiter nicht einschränkt, weil er ihnen vertraut, erntet höhere Leistungen. Fairness als Motiv ökonomischen Handelns Die neue Ökonomie erkennt: Über die tradierte Annahme der Nutzenmaximierung hinaus sind Motive, Emotionen, ethisch-moralische Standards und manchmal nur bloßer Zeitdruck für unser Handeln maßgeblich. In der Rangfolge der Motive steht die Fairness ganz weit oben. An sich ist der Mensch sozialer als man es uns jahrzehntelang durch die Modellwelt des egoistischen, rationalen und moralfreien homo oeconomicus beibrachte. Die meisten von uns neigen zur Fairness, sind kooperativ und werben um Vertrauen, statt den eigenen Nutzen zu erhöhen. Kooperation ist durchaus rational, weil wir erfahrungsgemäß darauf bauen können, dass sich die meisten unserer Mitmenschen reziprok verhalten: „Sie belohnen faires Verhalten und bestrafen unfaires, selbst wenn dies für sie mit Kosten verbunden ist“, sagt Armin Falk, Direktor des Laboratoriums für Experimentelle Wirtschaftsforschung der Universität Bonn.  Reziprokes Verhalten gibt es aber auch im Negativen: Wer seinen Mitarbeitern durch allzu strenge Kontrollen mit Argwohn begegnet, erntet häufig Unehrlichkeit. Der Soziologe und Systemtheoretiker Niklas Luhmann sprach in diesem Zusammenhang von der selbsterfüllenden Prophezeiung des Misstrauens. Immaterielle Motivationsstruktur Es ist also nicht nur materieller Nutzen, der den Menschen antreibt. Diese Erkenntnis ist älter als man vermutet: Bereits in den 1970er Jahren erdachte Werner Güth das sogenannte Ultimatum-Spiel, zu dem er Hunderte von Probanden einlud. Es nahmen jeweils zwei Personen teil: Zuerst hatte nur „Spieler 1“ Geld. Er überlegte sich einen Teilbetrag, den er „Spieler 2“ ultimativ anbot. „Spieler 2“ durfte nur annehmen oder ablehnen. Verhandlungen gab es keine. Bei rationalem Verhalten war zu erwarten, dass „Spieler 2“ jeden Geldbetrag akzeptiert, denn wenig ist besser als gar kein Geld. Weit gefehlt! Die meisten „Spieler 2“ lehnten rundweg ab, wenn ihnen nicht mindestens 30 Prozent des zur Verfügung stehenden Geldbetrags angeboten wurde. In diesem Experiment ging es den Spielern also nicht um den Nutzen des Geldes, sondern vor allem um Fairness. Es wäre hilfreich zu wissen, wie hoch insgesamt der Anteil derer ist, die nicht allein ihrem materiellen Nutzen folgen. Je mehr wir über die Motivationsstruktur der Menschen am Arbeitsplatz wissen, desto besser können wir mit unterschiedlichen Mitarbeitern umgehen. Dann weiß man als Verantwortlicher auch, unter welchen Rahmenbedingungen die Mitarbeiter ihren Spaß daran haben, mit anderen zu kooperieren, um Egoisten zu disziplinieren und nicht länger von ihnen demotiviert zu werden. Ist Vertrauen gut? Vertrauen ist in Mode. Wenn wir vertrauen, bleiben wir auch innerhalb eines unübersehbaren Systems, das für uns zu komplex ist, handlungsfähig. Wir vertrauen dem System „XY“, weil wir die dahinter stehenden Institutionen und Menschen für vertauenswürdig halten. Vertrauen reduziert Komplexität. Dieses Systemvertrauen bringen wir beispielsweise unseren Zahlungsmitteln entgegen, oder im alltäglichen Berufsleben der Software, die unsere Entscheidungsgrundlagen bereitstellt. Doch Vertrauen ist kein Wert an sich. Der Wert des Vertrauens hängt davon ab, welcher Zweck durch Vertrauen erreicht werden soll. Vertrauen ist wichtig für das Funktionieren jeder ökonomischen Ordnung. Aber dass unsere Systeme so funktionieren, wie sie es momentan tun: Ist das gut? Eric Schreyer arbeitet als Manager auf Zeit sowie als beratender Unternehmer. Er war viele Jahre als Geschäftsführer in mittelständischen Unternehmen tätig. Zuvor stand er 18 Jahre bei der Deutsche Bank AG unter Vertrag. Schreyer ist gelernter Bankkaufmann und diplomierter Ökonom. Er schreibt ebenso für seinen Blog Valuation-in-Germany sowie für das Handbuch Unternehmensbewertung im Bundesanzeiger-Verlag. Sie errreichen ihn unter es.mittelstandsberatung(at)googlemail.com. Die letzten Beiträge von Eric Schreyer: Human Resources: Philosophie als Unternehmen (15. November 2012) Fuzzy Business Risk Model (9. November 2012) Autor: Eric Schreyer

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Yahoo beordert Heimarbeiter zurück ins Büro: Was halten Sie davon?
Der Schritt war überfällig: Ausufernde Heimarbeit behindert Kommunikation und Leistungskontrolle.
Heimarbeit sollte nicht ganz verboten, sondern auf ein paar Tage pro Monat beschränkt werden.
Ein solches Verbot demotiviert und läuft modernen, flexiblen Arbeitskonzepten zuwider.
Ich habe dazu keine Meinung.
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