Artikel zum Thema "P4P" bei CIO.de

Die wichtigsten CIO-Wechsel 2012

Jahresrückblick Karriere: Die wichtigsten CIO-Wechsel 2012 (Foto: Minerva Studio - Fotolia.com)
Jahresrückblick Karriere: Otto zog nach dem gefloppten SAP-Projekt Konsequenzen, Hipp schaffte den CIO ab und Peter Leukert, "CIO des Jahres 2011", ging zu NYSE Euronext - ein Überblick. » zum Artikel

Otto ordnet IT-Verantwortung neu

Nach gescheitertem SAP-Projekt: Otto ordnet IT-Verantwortung neu (Foto: Otto Group)
Nach gescheitertem SAP-Projekt: Finanzvorstand Schulte-Laggenbeck gibt die Verantwortung für IT ab, Christoph Möltgen wird Transformations-Chef - Alexander Hauser leitet fortan IT-Tochter GTP. » zum Artikel

Otto kippt SAP-Riesenprojekt

Zu komplex - jetzt Dezentralisierung: Otto kippt SAP-Riesenprojekt (Foto: Otto Group)
Zu komplex - jetzt Dezentralisierung: Das "größte IT-Projekt in der Geschichte" des Versandhändlers Otto ist gescheitert. Der interne IT-Dienstleister GTP wird sich neu positionieren müssen. » zum Artikel

Kommentar zum gestoppten SAP-Projekt bei Otto

Projektmanagement: Kommentar zum gestoppten SAP-Projekt bei Otto (Foto: ICT-Coaching)
Projektmanagement: Bei Großprojekten ist es wichtig zu unterscheiden zwischen komplex und kompliziert sowie einfach und chaotisch. Beraterin Stephanie Borgert kommentiert das gescheiterte SAP-Projekt bei Otto. » zum Artikel


Artikel zum Thema "P4P" im IDG-Netzwerk
 

Otto zog nach dem gefloppten SAP-Projekt Konsequenzen, Hipp schaffte den CIO ab und Peter Leukert, "CIO des Jahres 2011", ging zu NYSE Euronext - ein Überblick.
Finanzvorstand Schulte-Laggenbeck gibt die Verantwortung für IT ab, Christoph Möltgen wird Transformations-Chef - Alexander Hauser leitet fortan IT-Tochter GTP.
Zwei Worte reichen dem Hamburger Otto-Konzern als Begründung für das Scheitern eines SAP-Projektes: sehr komplex. Das im Jahr 2009 gestartete Vorhaben, die Anwendungslandschaft mit SAP-Standardsoftware zu zentralisieren, habe sich als sehr komplex herausgestellt. Nun wurde das ehrgeizige Vorhaben mit dem Namen Passion for Performance (P4P) gekippt. Otto hatte es im April vorigen Jahres als größtes IT-Projekt der Firmengeschichte bezeichnet. Das Unternehmen schnwenkt nun auf Dezentralisierung um. Offiziell heißt es: "Aus Sicht der Otto Group stärkt diese Entscheidung zum dezentralen Management der IT die Schlagkraft und Wettbewerbsfähigkeit der Konzernunternehmen nachhaltig." Die Otto Group werde nun selbstverständlich in ihre IT investieren und diese dezentral zukunftsfähig ausrichten. Eine zentrale IT-Governance soll dafür sorgen, dass übergreifende Zielsetzungen verfolgt werden können. Trio an der Spitze Ärger mit P4P zeichnete sich schon länger ab. Bereits im Frühjahr 2011 verließ Thomas Tribius , seinerzeit CIO, den Konzern. Otto rief damals eine Analysephase für das Projekt aus. Diese wurde auf sechs Monate angesetzt und sollte Zeit geben, die Strukturen nochmals zu überdenken. Tribius folgte ein Trio an der IT-Spitze nach: Uwe Kolk, Christoph Möltgen und Michael Picard. Picard wechselte jedoch Anfang 2012 als Personalchef zur Metro. Seine Aufgaben übernahm Inken Stavenhagen . Diese drei Direktoren des internen IT-Dienstleisters Group Technology Partner (GTP) berichten an Jürgen Schulte-Laggenbeck. Er ist Finanz- und IT-Vorstand der Otto Group. Was das Ende des SAP-Projektes für GTP bedeutet, das wollte ein Sprecher der Otto Group nicht präzisieren. Dafür sei es noch zu früh, so der Sprecher. Eines aber sei klar: "Die GTP wird sich neu positionieren müssen." Schaden im zweistelligen Millionenbereich Den finanziellen Schaden beziffert der Sprecher auf einen zweistelligen Millionenbereich. Knapp hundert Kollegen hätten an P4P gearbeitet. Dennoch will der Sprecher beim Scheitern des Großprojektes nicht nur negative Folgen sehen: Die Erfahrungen und das gewonnene Wissen nützten dem Konzern. Keinesfalls sei das Ende von P4P als Entscheidung gegen SAP zu verstehen, so der Sprecher weiter. Einzelne Gesellschaften des Konzerns wie beispielsweise Sport-Scheck und Bon Prix haben sich für SAP entschieden. Händler haben zusätzlich Probleme Ruediger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications beim Marktforscher IDC, sagt über das Scheitern des Projektes: "Eine solche SAP-Einführung ist nicht trivial." Dabei habe ein Versandhändler noch einmal eine ganz andere Lastverteilung auf die Prozesse zu bewältigen als der stationäre Einzelhandel, weil viele Kunden beispielsweise mehrere Artikel zur Anprobe bestellen und dann einige davon zurückschicken. "Solche Mengen an Retouren verzeichnet der stationäre Handel nicht", sagt Spies. Otto selbst entwickelte sich vom Katalogversender zum modernen Online-Händler. Werner Otto hatte das Unternehmen am 17. August 1949 als Otto-Versand gegründet, in den 1970er Jahren entwickelte sich das Haus durch Unternehmensbeteiligungen, Neugründungen und Joint Ventures zur heutigen Otto Group. Die Hanseaten betreiben nach wie vor stationäre Geschäfte zum Abverkauf von Restposten. Unternehmensteile wie etwa Sport-Scheck kommen ursprünglich aus dem stationären Einzelhandel und haben Versand- und Online-Handel erst später entwickelt. Diese Multi-Channel-Strategie muss in den Systemen abgebildet werden. Problematische Dezentralisierung Beim Stichwort Dezentralisierung sieht IDC-Analyst Spies einen ganz pragmatischen Vorteil: "Man kann mehr ausprobieren, man kann parallel lernen", sagt Spies. Das hebe den Nachteil, dass eben auch manche Arbeit doppelt gemacht werde, zumindest teilweise wieder auf. Die Otto-Group steigerte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2011/12 nach eigener Darstellung auf 11,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Beitrag erschien zuvor auf CIO.de . Autor: Christiane Pütter

Die CIO-Themenseiten - schon gesehen?

» Android » Apple » Blackberry » Bring your own device

» Cloud Computing » Dienstwagen » E-Commerce » E-Mail

» Facebook » Interim Management » iPad » iPad Apps

» iPhone » Linkedin » Office 365 » Projektmanagement

» Recruiting » Rolle des CIO » SaaS » Scrum

» SWOT-Analyse » Top-CIOs » twitter » Virtualisierung

» Windows 8 » Xing


Newsletter von CIO.de
CIO-Netzwerk
CIO Exklusiv
CIO Exklusiv Blackberry
Wirtschaftsmeldungen
Karriere
IT Security
Stellenmarkt
Mobile IT
Healthcare IT
Public IT
Retail IT
Finance Forum
IT-Berater
Cloud Computing
SAP
Whitepaper
Worldnews

AKTUELLE BILDERGALERIE
Von EADS über Siemens bis ThyssenKrupp
Die Top-CIOs der wichtigen Industrie-Unternehmen
SERVICE
UMFRAGE
Bringen CIOs besonders gute Voraussetzungen mit, um öffentliche IT-Großprojekte zu leiten?
Ja, auf jeden Fall
Ja, wenn sie ihre Führungs-Skills erweitern
Nein, es fehlt ihnen an Leadership-Kompetenzen
Nein, sie würden an den politischen Zwängen scheitern
Nein, auf keinen Fall
» Abstimmen