Artikel zum Thema "Unternehmer" im IDG-Netzwerk
Die mobile Nutzung des Internets gewinnt weiterhin an Bedeutung – sowohl mit Blick auf die Anzahl der Endgeräte als auch auf die Nutzung. Nach einer aktuellen Studie der Initiative D21 besitzen derzeit 37 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung ein Smartphone und 13 Prozent ein Tablet. 2012 waren es noch 24 respektive 5 Prozent. Der Anteil derjenigen, die das Internet über mobile Endgeräte nutzen, ist in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich um 13 Prozentpunkte auf 40 Prozent gestiegen. Mehr als jeder zweite stationäre Internetnutzer (53 Prozent) geht heute bereits zusätzlich mobil ins Netz – ein Zuwachs von 18 Prozentpunkten. Es ist damit zu rechnen, dass auch in den nächsten Jahren der Umfang der Zugriffe über Smartphones und Tablets weiter zunehmen wird. Experten rechnen damit, dass Seiten mit lokalen Bezügen und Inhalten von diesem Trend mehr profitieren werden als überregionale oder globale Informationsseiten ohne geografischen Bezug. Herausforderung für Unternehmen Derzeit sind viele Internetauftritte noch nicht oder unzureichend für die mobile Nutzung optimiert. Manche Unternehmen wissen sogar nicht einmal genau, wie viele Nutzer mobil auf die Inhalte ihres Angebots zugreifen. Es lassen sich drei verschiedene Arten der Bereitstellung mobiler Webseiten unterscheiden: mobile Webseiten, mobile Apps sowie sogenannte responsive Webseiten (diese stellen selbständig auf das Zugriffsgerät ein). Alle drei Lösungen haben sowohl Vor- als auch Nachteile, je nach Betrachtung. Für manche Entscheider sind diese Optionen verwirrend und in der Folge haben viele Unternehmen zwar mehr oder weniger schicke Apps als mobile Insellösung, vernachlässigen dabei aber ihren eigentlichen Webauftritt. 5 To-Dos Die folgenden 5 To-Dos sollen helfen, den Internetauftritt hinsichtlich seiner Eignung und Wirkung auf mobile Nutzer zu überprüfen: Überprüfen Sie die Zugriffsarten auf Ihre Webseite um festzustellen wie viel Prozent der Nutzer bereits mobil zugreifen. Überprüfen Sie wie Ihre Webseite auf einem Smartphone oder einem Tablet aussieht. Analysieren Sie das unterschiedliche Zugriffsverhalten mobiler und nicht-mobiler Besucher (beispielsweise Verweildauer, Anzahl Seitenaufrufe oder Absprungrate). Wägen Sie ab, welche Inhalte wirklich notwendig sind und welche nicht. Im Grundsatz gilt die Devise „Weniger ist mehr“. Sprechen Sie im Zweifel mit einem Experten über Optionen zur mobilen Optimierung Ihrer Webseite. Sicherlich werden Sie überrascht sein, wie viele Zugriffe bereits mobil erfolgen, vor allem, wenn Sie die Entwicklung im Zeitvergleich analysieren. Stellen Sie sich auf die Wünsche Ihrer Kunden ein und liefern Sie auch den mobilen Nutzern eine tolle Erfahrung beim Besuch Ihrer Website. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern und verfügt über die Bankleiterqualifikation nach §33 KWG. Leichsenring arbeitet derzeit als (Interims-)Manager und Berater von Banken und Finanzdienstleistern. Ebenso ist er als Referent und Moderator im In- und Ausland sowie als Fachautor tätig. Er führt privat den Bank Blog . Weiteres zur Person unter hansjoerg-leichsenring.de . Die letzten Beiträge von Hansjörg Leichsenring: Social Media - Teil 1: Sozial bedeutet uneigennützig? (8. März 2013) Social Media - Teil 2: Als Unternehmen einfach mal loslegen? (15. März 2013) Vertrauen in das Bankenwesen - Teil 1: Vertrauen auf dem Tiefpunkt (22. Februar 2013) Vertrauen in das Bankenwesen - Teil 2: Wege aus der Krise (1. März 2013) Human Resources: Management versus Leadership (14. Februar 2013) Social Media Marketing: Gamification liegt im Trend (8. Februar 2013) Change Management: Innovation ist kein Zufall (31. Januar 2013) Autor: Hansjörg Leichsenring
Vier von fünf Unternehmen geben an, dass der Kapitalmarkt keine wesentliche Rolle bei ihrer internen Auseinandersetzung mit nachhaltigen Themen einnehme - der Erfolg hänge von anderen Faktoren ab. Demnach mangelt es manchen Unternehmen schlicht an einem eindeutig definitierten Ziel, zudem ließen die Maßnahmen zur internen Schwachstellenanalyse insgesamt zu wünschen übrig. Dies geht aus der Studie Nachhaltigkeit – Strategie, Organisation und Umsetzung von Kienbaum hervor. Konsum und Handel stark vertreten Insgesamt beteiligten sich 92 deutschsprachige Firmen an der Studie, die meisten stammen aus der Branche der Konsumgüter (23 Prozent) und dem Handel (20 Prozent), aber auch Betriebe aus dem Bereich Technology (15 Prozent) und Financial Services (11 Prozent) beteiligten sich, genauso wie Unternehmen aus der Automobil-Branche (8 Prozent), Chemie/Pharma, Transport/Logistik und Energie/Versorgung (je 7 Prozent) sowie aus dem Öffentlichen Sektor (3 Prozent). Insgesamt erfasste die Befragung große mittelständische Unternehmen bis hin zu deutschsprachigen Weltkonzernen, 17 Unternehmen aus dem DAX. Überzeugte Vorreiter und fokussierte Aktivisten Dem angewandte Nachhaltigkeitskonzept der Autoren der Studie liegen die Aspekte Umwelt , Soziales und Ökonomie zugrunde, ebenso die Managements -Prozesse Planung , Steuerung und Kontrolle . Nachhaltigkeits- Management definieren die Autoren dabei als den integrierten Prozess von Zieldefinition, Durchführung von Steuerungsmaßnahmen sowie deren Monitoring . Das Ziel besteht in der effizienten Bewahrung des unternehmerischen Finanz- und Anlagekapitals, des Human- und Sozialkapitals sowie des Naturkapitals. 83 Prozent der Unternehmen gaben an, das Thema Nachhaltigkeit aktiv im Betrieb zu entwickeln. Aus den Angaben dieser Unternehmen stellten die Kienbaum-Autoren zwei Nachhaltigkeitstypen auf: Zum einen den überzeugten Vorreiter, zum anderen den fokussierten Aktivisten. Zu den überzeugten Vorreitern gehören laut Studie 42 Prozent der befragten Betriebe. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass das gesamte Geschäftsmodell auf die Nachhaltigkeit ausgerichtet ist und sich diese Unternehmen selbst als Vorreiter ihrer Branche in Punkto Nachhaltigkeit verstehen. Zu den fokussierten Aktivisten ordnen die Autoren weitere 41 Prozent der befragten Unternehmen zu. Diese werden dadurch charakterisiert, dass Nachhaltigkeit zwar engagiert für den Betrieb entwickelt wird und bei diversen Aktivitäten stets die Relevanz der Nachhaltigkeit überprüft wird – in einer Vorreiterrolle ihrer Branche sehen sich diese Unternehmen aber nicht. Die Unterschiede zwischen den überzeugten Vorreitern und den fokussierten Aktivisten sind deutlich. Während 70 Prozent der Betriebe des ersten Typs ausdrücklich soziale und ökologische Ziele neben den ökonomischen im Nachhaltigkeitskonzept formulieren, tun dies nur 36 Prozent der Unternehmen des zweiten Typs. Genauso verhält es sich mit der regelmäßigen Überprüfung von Rahmenbedingungen: Im Gegensatz zu den fokussierten Aktivisten wird diese von einer Mehrheit der überzeugten Vorreiter durchgeführt. Informationsquellen und Methoden zur Relevanz von Nachhaltigkeit Das Thema Nachhaltigkeit ist ein dynamischer Bereich, der sich stets weiterentwickelt. Eine kontinuierliche Beschäftigung mit neuen Erkenntnissen ist daher unerlässlich, weshalb die Autoren der Studie auch nach den genutzten Informationsquellen der Unternehmen fragten. Grundsätzlich informieren sich eide Typen über die gleichen Quellen, die überzeugten Vorreiter aber fast immer etwas stärker als die fokussierten Aktivisten“ . Nummer eins ist dabei der Dialog mit Stakeholder, gefolgt vom Medien- Screening und Wettbewerber- Screening . Auch externe Gremien ziehen die Unternehmen zu Rate, ebenso wie Kundenbefragungen und Think Tanks . Zum Aufspüren von relevanten Nachhaltigkeitsthemen nutzen beide Gruppen verstärkt externes Benchmarking , bei den überzeugten Vorreitern stehen nur Stakeholder -Analysen noch höher im Kurs (74 %). Interne Schwachstellenanalysen werden in diesen Unternehmen weniger stark durchgeführt (65 %), bei den fokussierten Aktivisten ist das noch deutlich seltener der Fall (45 %). Priorisierung von Nachhaltigkeitsthemen Wie entscheiden die Unternehmen, welches Nachhaltigkeitsthema relevanter ist als andere? Wesentliche Kriterien sind dabei ökonomische, soziale und ökologische Aspekte, und zwar in beiden Gruppen fast gleichermaßen. Kapitalmarktrelevanz sowie Wissen und Kompetenz beim jeweiligen Thema spielen hingegen bei den überzeugten Vorreitern sowie bei den fokussierten Aktivisten nur eine untergeordnete Rolle. Der größte Unterschied zeigt sich beim zeitlichen Horizont: Während nur 30 Prozent der fokussierten Aktivisten diesen als Kriterium ansehen, sind es bei den überzeugten Vorreitern insgesamt 50 Prozent. Organisation der Nachhaltigkeit im Unternehmen Die unterschiedlich starke Fokussierung auf Nachhaltigkeitsthemen bringt auch eine unterschiedliche Organisationsstruktur der befragten Unternehmens-Typen mit sich. So haben 65 Prozent der ü berzeugten Vorreiter eine eigene Nachhaltigkeitsabteilung aufgebaut, das ist nur bei 39 Prozent der fokussierten Aktivisten der Fall. Diese Gruppe von Betrieben bearbeitet Nachhaltigkeitsthemen in erster Linie in der Unternehmensentwicklung. In die Arbeit mit Nachhaltigkeitsthemen sind oft viele verschiedene Abteilungen mit eingebunden. Bei den überzeugten Vorreitern sind das vor allem Marketing und Vertrieb (76 Prozent), bei fokussierten Aktivisten der Einkauf und Supply Chain (71 Prozent). Diese Abteilung ist bei den überzeugten Vorreitern mit 67 Prozent genauso häufig eingebunden wie die PR-Abteilung – bei fokussierten Aktivisten bearbeitet diese nur in 41 Prozent der Betriebe Nachhaltigkeitsthemen. Umsetzung von Nachhaltigkeit Das Identifizieren und Organisieren von Nachhaltigkeitsthemen ist eine Sache, die notwendige Umsetzung eine andere. Die beiden befragten Unternehmens-Typen gehen dabei durchaus unterschiedlich vor. Für überzeugte Vorreiter ist für die Umsetzung die Zusammenarbeit mit Unternehmensverbänden gleichermaßen wichtig wie die mit Forschungsinstituten (je 74 Prozent), erst danach folgen etwa Non-Governmental Organisations (NGO, 62 Prozent) oder Politik (53 Prozent) und Medien (41 Prozent). Fokussierte Aktivisten gehen die Umsetzung etwas anders an: Forschungsinstitute sind erst der dritthäufigste Ansprechpartner (57 Prozent), Unternehmensverbände (64 Prozent) und NGO (58 Prozent) sind dafür weiter oben in ihrer Gunst angesiedelt. Erfolglose Nachhaltigkeitsaktivitäten Wie andere Projekte sind auch Aktivitäten in puncto Nachhaltigkeit nicht immer so erfolgreich wie vom Unternehmen zuvor angenommen. Die Gründe dafür benennen beide Unternehmens-Typen der Studie höchst unterschiedlich. Fokussierte Aktivisten sehen Scheitern vor allem in organisationalen Hindernissen begründet (52 Prozent), aber auch in Wissenslücken und fehlenden Prozessen (je 48 Prozent). Überzeugte Vorreiter hingegen begründen erfolglose Aktivitäten am ehesten mit der hohen Komplexität von Nachhaltigkeitsthemen (35 Prozent) sowie der fehlenden Integration von Vergütungssystemen (27 Prozent). Autor: Saskia Aleythe
Brüssel (dpa) - Europas Firmen sollen ihre Marken künftig leichter
registrieren lassen und damit gegen Produktpiraterie schützen können.
Einen entsprechenden Reformvorschlag hat die EU-Kommission am
Mittwoch in Brüssel vorgelegt. "Wir streben eine gezielte
Modernisierung an, um den Markenschutz einfacher, günstiger und
wirksamer zu gestalten", sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel
Barnier. Auf diese Weise hätten mittelständische Unternehmen es
leichter, ihr geistiges Eigentum zu schützen. Innovationen und das
Wachstum der Wirtschaft würden gefördert.