Scrum

Agile Software-Entwicklung

Die Scrum-Erfahrungen bei Payback

25.03.2010, von Holger Eriksdotter

Drucken |  Versand |  PDF

Seit eineinhalb Jahren setzt Payback die Scrum-Vorgehensweise zur Software-Entwicklung ein. Das Ergebnis: höhere Motivation, Produktivität und Transparenz statt früherem Frust. Vendor-Manager Ralf Ehrhardt macht inzwischen sogar die Auswahl des Outsourcing-Partners davon abhängig.

Ralf Ehrhardt, Vendor Manager, Loyalty Partner Solutions: "Das Regelwerk ist so unkompliziert und die Methode so einfach zu erlernen, dass man annimmt, man hat sofort alles verstanden."Vergrößern
Ralf Ehrhardt, Vendor Manager, Loyalty Partner Solutions: "Das Regelwerk ist so unkompliziert und die Methode so einfach zu erlernen, dass man annimmt, man hat sofort alles verstanden."

Es ist kein Geheimnis, dass komplexe Softwareprojekte mit langen Laufzeiten selten in Time & Budget bleiben. Das Problem verschärft sich noch, wenn Off-shore-Dienstleister ins Spiel kommen. "Nach der klassischen Methode entstehen bei solchen Projekten Lasten- und Pflichtenhefte mit mehreren tausend Seiten Dokumentation, die dann ohne etablierte Eingriffsmöglichkeiten abgearbeitet werden", sagt Anton Dechko, Director of Business Development beim Münchner Outsourcing-Dienstleister SAM-Solutions.

Gehen zwischen Analyse und Implementierung Jahre ins Land, haben sich unterdessen nicht nur die Anforderungen an die Software geändert; auch lassen sich viele Fragen, Probleme und Abhängigkeiten vor Projektbeginn oft noch gar nicht absehen. "Je genauer man einen Plan austüfftelt und danach arbeitet, umso eher bekommt man, was man geplant hat – aber nicht, was man eigentlich haben will", sagt IT-Manager Ralf Ehrhardt. Er bezeichnet es das "Bekommen-was-man-nicht-braucht-Dilemma".

Ehrhardt ist als Vendor Manager bei Loyalty Partner Solutions (LPS) in München für die Auswahl und Steuerung externer Dienstleister verantwortlich. Die LPS wurde im August 2008 als Tochter eines ehemaligen Geschäftsbereichs von Payback gegründet und entwickelt die gesamte Software des Bonusprogramms. Zu den Kunden von LPS, das auf IT-Lösungen für Kundenbindungsprogramme spezialisiert ist, zählen neben Payback auch die Deutsche Bahn AG mit ihrem BahnCard-Programm sowie weitere Unternehmen unterschiedlicher Branchen.

Wegen des "Bekommen-was-man-nicht-braucht-Dilemmas" ist Ehrhardt von der klassischen "Wasserfallmethode" abgerückt und hat die Projekte seiner Entwicklungsteams auf Scrum, eines unter mehreren Vorgehensmodellen der sogenannten "agilen Softwareentwicklung", umgestellt.

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
weiter
Kommentieren: Kommentieren
Weitere Inhalte zu:
Scrum, Outsourcing, SAM-Solutions, Time & Budget, Software-Entwicklung
Informationsvorsprung sichern - CIO-Newsletter bestellen
CIO-Exklusiv
CIO Wirtschaftsmeldungen
CIO-Exklusiv Blackberry
Healthcare-IT Newsletter
CIO Security Newsletter
Dynamic IT Newsletter
Whitepaper Newsletter
IT-Berater Newsletter
Retail-IT Newsletter
Finance-IT Newsletter
CIO Karriere Newsletter
SAP Newsletter
Meine E-Mail-Adresse:
Abschicken
Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise Ihrer E-Mail-Adresse.
Nützliche Links zu Scrum

scrum-master.de Eine mit Leidenschaft und Sorgfalt zusammengestellte Web-Site, die eine Fülle an Informationen bietet.

scrumalliance.org Die Scrum Alliance ist eigenen Aussagen zufolge eine Non-Profit-Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Informationen über Scrum zu verbreiten. Auf der Seite finden sich Neuigkeiten, Diskussionen, Kursangebote und Veranstaltungen.

mountaingoatsoftware.com Das Unternehmen Mountain Goat Software hat sich auf die Beratung und Fortbildung für Agile Projektmethoden spezialisiert. Scrum ist nur eine davon. Dort finden Sie hilfreiche Präsentationen.