4 Methoden nach Gartner

Kein Königsweg für Enterprise Architecture

27.05.2010, von Andreas Schaffry

Verteilte Entwicklung

Große und komplexe Organisationen sind jedoch häufig dezentral organisiert. Die einzelnen Geschäftsbereiche agieren weitgehend autonom. Dem muss eine EA gerecht werden. Benötigt wird eine IT-Architektur, die nur bestimmte Kernprozesse sowie andere gemeinsame Elemente verbindlich definiert. Dieser Ansatz eignet sich vor allem im Rahmen von Post-Merger-Aktivitäten. Deren Ziel ist es, eine gemeinsame und koordinierte EA-Strategie zu implementieren.

Die Vielfalt verwalten

Die Managed-Diversity-Methode bringt den Bedarf nach einem Set von etablierten IT-Standards in Einklang mit dem Bedarf an unterschiedlichen Lösungen. Letztere dienen dazu, Innovationen effektiv umzusetzen oder es lassen sich damit Wettbewerbsvorteile erzielen. So erhalten Endanwender jeweils genau das passende Werkzeug, um ihre täglichen Arbeiten effizient zu erledigen.

Aus der Mitte entspringt eine EA

Eine Middle-Out-Architektur fokussiert sich darauf, die Interoperabilität zwischen den Unternehmensbereichen sicherzustellen, die den meisten Veränderungen unterliegen. Dazu wird eine Reihe von stabilen, allgemein gültigen Standardschnittstellen definiert, die eine weitgehende autonome Entscheidung im Hinblick auf Technologien und Software-Produkte ermöglichen. Dieser Ansatz eignet sich vor allem für Organisationen, die sich als "Ökosystem", bestehend aus Geschäftsbereichen, Geschäftspartnern und Zulieferern, verstehen.

Unabhängig von den einzelnen Methoden müssen Unternehmen den Gartner-Analysten zufolge eine Enterprise Architektur errichten, auf deren Basis sich Prozesse flexibel anpassen und neue Abläufe rasch umsetzen lassen. Bei der Errichtung übergreifender IT-Architekturen gibt es jedoch keinen Königsweg. In der Regel sind die einzelnen Ansätze nicht rigide getrennt, sondern deren einzelne Kernelemente werden miteinander gemischt.

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