Mitarbeiter einbeziehen

Wie man ITler entstresst

23.06.2010, von Andrea König

Mitarbeiter einbeziehen

CIO: Wie geht das?

Kämpf: Eine Möglichkeit sind Führungskräfteseminare. Um grundlegendere Veränderungen, zum Beispiel im Bereich der Führungskultur, anzustoßen, sollten Maßnahmen der Gesundheitsförderung idealerweise in eine Reorganisation integriert werden, die sowieso stattfindet. Wer die Dynamik betrieblicher Veränderungsprozesse nutzt, geht mit der Welle statt gegen sie.

CIO: Gibt es konkrete Veränderungen, die Ihre Pilotprojekte in Unternehmen bewirkt haben?

Kämpf: Wir haben den Teams keine fertigen Vorschläge präsentiert. Sie haben sich selbst erarbeitet, was sich in ihrem Unternehmen und in ihrem Arbeitsbereich ändern muss. Bereits umgesetzt wurde zum Beispiel der Einbau einer Lärmschutzdecke in einem Raum, in dem viel telefoniert wird. In einem anderen Fall wurden Mitarbeiter durch einen zweiten Bildschirm entlastet.

CIO: Besteht das Erfolgsrezept der Gesundheitsprävention also darin, dass die Mitarbeiter sich die Maßnahmen selbst erarbeiten?

Kämpf: Man muss eine Beteiligung ermöglichen. Es ist zu passiv, über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg zu entscheiden. Wenn sie aktiv mitwirken, merken Sie, was sie bewirken können und empfinden das als Wertschätzung.

CIO: Was haben Sie noch aus den Pilotprojekten mitgenommen?

Kämpf: Wir haben überwiegend positive Erfahrungen damit gemacht, das Management für Veränderungen zu gewinnen. Wichtig ist es, dass das Thema Gesundheitsförderung dauerhaft auf der Agenda gehalten wird. Dabei können auch Betriebsräte eine positive Rolle spielen. Wir sind zuversichtlich, dass die Unternehmen sich auch weiterhin dem Thema annehmen werden.

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