Facebook

Gefährliche Eitelkeit

Die 4 großen Risiken bei Facebook

11.04.2011, von

Sich auf Fotos von der besten Seite zeigen und Freunde sammeln: im Web 2.0 üblich, aber gefährlich. Welche Angaben im Profil Angreifern in die Hände spielen.

Wer in sozialen Netzwerken, wie etwa Facebook, aktiv ist, der will sich von seiner besten Seite zeigen. Doch ihre Eitelkeit kann Facebook-Nutzer teuer zu stehen kommen. Joan Goodchild hat in unserer Schwesterpublikation CSO-Online vier Hauptrisiko-Faktoren identifiziert, mit denen sich Facebook-Nutzer besonders angreifbar machen: Sie platzieren zu viele Fotos im Web, geben zu viele persönliche Daten und Informationen preis, haben einen riesigen Freundeskreis und sind zudem überhebliche Prahlhänse. Alles zusammen macht es Cyber-Kriminellen leicht, Ziele für ihre Angriffe zu finden.

Erstens: Zu viele Bilder im Facebook-Profil

Bei Facebook sind Nutzerdaten nicht sicher. Schuld daran ist vor allem die Eitelkeit der Mitglieder, die viel zu viel von sich preisgeben.Vergrößern
Bei Facebook sind Nutzerdaten nicht sicher. Schuld daran ist vor allem die Eitelkeit der Mitglieder, die viel zu viel von sich preisgeben.

Eine jüngst in der Zeitschrift "Cyberpsychology, Behavior and Social Networking" veröffentlichte Untersuchung belegt, was alle Facebook-Mitglieder ohnehin schon wissen: Facebook ist ein Forum der Eitelkeiten. Viele Nutzer stellen, um vor anderen zu glänzen, jede Menge Fotos von sich ins Netz - etwa von den letzten Ferien oder wenn sie auf einer Party posieren. Das ist insofern gefährlich, als Kriminelle dadurch genau wissen, wie ihr künftiges Opfer aussieht.

In Kalifornien führte das dazu, dass ein Mann E-Mail-Accounts knackte, um an Nacktfotos von Frauen zu kommen. Möglich war ihm dies, weil er über die Sicherheitsfragen auf Facebook in der Lage war, bei E-Mail-Services wie Yahoo oder Google Mail die Passwörter zurückzusetzen und sich so Zugriff auf die Postfächer seiner Opfer zu verschaffen. Nicht zuletzt kündigen Firmen inzwischen verstärkt Mitarbeitern, die aus ihrer Sicht auf Facebook von sich zu freizügige oder wenig vorteilhafte Fotos präsentieren.

Zweitens: Zu viele Daten preisgeben

Letztes Jahr machten die Entwickler der Website Pleaserobme.com Schlagzeilen. Die Seite sammelte Daten aus Twitter-Feeds von Personen, die Foursquare spielen, eine Art digitale Schnitzeljagden.

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