"Es fehlt an Mut bei Green IT"

Irrationale Ängste

12.04.2012, von Ariane Rüdiger

Sieger und Jury 2011 (v.l.n.r.): Professor Hans-Jürgen Lüdde, Professor Volker Lindenstruth (beide Goethe-Universität Frankfurt), Herbert Müller, Michael Braun (Sparkasse Pforzheim Calw), Thomas Schott (Jury), Hans-Joachim Popp (Jury-Vorsitzender), Jürgen Strum (Jury), Dieter Weiler, Jochen Mayer, Renate Weiler (alle Q2Web GmbH), Christian Fitz (Hetzner online)Vergrößern
Sieger und Jury 2011 (v.l.n.r.): Professor Hans-Jürgen Lüdde, Professor Volker Lindenstruth (beide Goethe-Universität Frankfurt), Herbert Müller, Michael Braun (Sparkasse Pforzheim Calw), Thomas Schott (Jury), Hans-Joachim Popp (Jury-Vorsitzender), Jürgen Strum (Jury), Dieter Weiler, Jochen Mayer, Renate Weiler (alle Q2Web GmbH), Christian Fitz (Hetzner online)
Foto: Florian von Plötz, GreenIT-BB

Label und Anwenderverbände gibt es doch schon seit vielen Jahren. Ist deren Einfluss nicht angesichts des Drucks, Dinge schnell zu verändern, viel zu gering?

Für viele Geräte gibt es noch keine aussagekräftigen Energie-Label, beispielsweise für Server. Das kommt jetzt erst langsam, und sobald diese Ansätze realisiert sind, werden sie auch den Ausschreibungen zugrunde gelegt werden. Schon heute enthalten die meisten Ausschreibungen für Rechenzentrumsrenovierungen und erst recht Neubauten klare Energieobergrenzen.

In immer höherem Maße beauftragen wir Services, die sich aus Hardware, Software, Manpower und Ressourcenverbrauch zusammensetzen. Da lohnt sich das Energiesparen auch für den Dienstleister. Zudem sollten die IT-Anwender den Herstellern klar sagen, welche Produktmerkmale sie benötigen. Der gerade gegründete Bundesverband der IT-Anwender VOICE wird gezielt auf der Lobby-Ebene aktiv werden, als Gegenpol zum Herstellerverband Bitkom.

Da gibt es viel zu besprechen. Ich glaube, wir müssen uns hier langsam, Schritt für Schritt, vorarbeiten. Dann haben die Anwender gemeinsam gute Chancen, bei Green IT, aber auch bei allen anderen Themen wirklich etwas zu verändern - das hilft letztlich auch den Anbietern.

Alles auf Grün: Der Wettbwerb für 2012 ist eröffnet

Der GreenIT Best Practice Award zeichnet herausragende Konzepte und Lösungen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in der IKT aus. Bewerben können sich Unternehmen und Institutionen jeder Größe und aller Branchen sowie Berater und Systemhäuser. Einsendeschluss ist der 13. Juli 2012.

Die Auszeichnung findet in drei Kategorien statt: Energieeffiziente IT (Green in der IT), Einsatz von IT zur Optimierung von Prozessen (Green durch IT) und visionäre Gesamtkonzepte. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Betrieb von Rechenzentren und IKT-Infrastrukturen, da hier ein besonders großes Potenzial für Einsparungen besteht. Aus den eingereichten Beiträgen wählt eine Experten-Jury unter Vorsitz von Hans-Joachim Popp, CIO des DLR, die überzeugendsten Beispiele aus. Weitere Infos sowie die Teilnehmerunterlagen finden Sie unter www.greenit-bb.de

Das Interview führte Ariane Rüdiger.

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