Angriff auf Oracle und Microsoft

Tablets: Apps lösen Office ab

22.08.2012, von Nicolas Zeitler

Statt umfassender Lösungen etablieren sich durch die Arbeit mit Smartphones und iPads viele kleine Apps in Firmen, so Forrester. Für CIOs eine Herausforderung.

Im Post-PC-Zeitalter wird die Landschaft der verwendeten Anwendungen für CIOs unübersichtlicher, sagt Sarah Rotman Epps von Forrester Research.Vergrößern
Im Post-PC-Zeitalter wird die Landschaft der verwendeten Anwendungen für CIOs unübersichtlicher, sagt Sarah Rotman Epps von Forrester Research.
Foto: Forrester

CIOs müssen sich schon bald mit kleinteiligen, zerstückelten Anwendungslandschaften anfreunden. Schuld daran ist der immer weiter sich verbreitende Einsatz von Smartphones und vor allem Tablet-PCs in Unternehmen. Statt umfassender Produktiv-Systeme wie Microsofts Office-Suite nutzen Anwender auf den mobilen Geräten eine Vielzahl von Apps für jeweils ganz bestimmte Zwecke.

Ableiten lässt sich die These aus der Studie "The Rise Of Post-PC Productivity", die Forrester-Analystin Sarah Rotman Epps zusammen mit zwei Kollegen verfasst hat. Adressaten des Papiers sind eigentlich die Produktstrategen bei Software- und Hardware-Herstellern. Vor allem Software-Riesen wie Microsoft prophezeit das Autoren-Team harte Zeiten für sein etabliertes Geschäftsmodell.

Konkurrenz für MS Office im Post-PC-Zeitalter

20 Milliarden US-Dollar Umsatz machten die Redmonder bisher im Jahr allein mit ihren Office-Produkten. Doch die stünden im von Rotman Epps sogenannten Post-PC-Zeitalter immer stärker im Wettbewerb mit Konkurrenz-Produkten. Weil in Zeiten von iPhone und iPad Software über App-Stores gekauft werde, gehe auch der Einfluss klassischer Anwendungssuiten im Vertriebskanal zurück.

Ableiten lässt sich aus der Darstellung der Forrester-Analysten auch, was das für IT-Chefs heißt. Ihre Anwender sind durch den Gebrauch von Smartphones und Tablets mittlerweile gewöhnt, dass Anwendungen viel leichter bedienbar sind als früher. Das stellt etwa Charles Seybold fest, Chef von Liquid-Planner, einem Anbieter von Projektmanagement-Software. "Die meisten Anwender haben Besseres zu tun, als sich mit der Bedienung von Software vertraut zu machen", sagt Seybold, den die Forrester-Analysten für die Studie neben Vertretern neun weiterer Hersteller wie Adobe und Cisco interviewt haben.

Stefan - 22.08.2012 17:07
Gut das die Analysten sich diesem Thema annehmen - das Risiko für die Anwender und Unternehmen wird hierbei aber wenig betrachtet. Ich habe mir die Mühe gemacht verschiedene Dateien die ich beruflich von anderen erhalten habe auf ihre Tablet Nutzbarkeit zu testen. Das Ergebnis ist erschreckend. Nur bei PDF Datei kann man davon ausgehen das alles wie vom Absender gedacht auch zu sehen ist. Bei Officedateien ist keines der Tabletprogramme in der Lage die Inhalte fehlerfrei darzustellen. Hier rollt ein riesen Problem auf die Unternehmen zu und spätestens wenn es nicht funktioniert ist BYOD oder "buy and use what you want" doch wieder ein Problem der Unternehmens IT!!
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