Studie Uni St. Gallen

Messverfahren für ROI von Social Media fehlt

28.12.2012, von

Ob Social-Media-Projekte sich rechnen, ist für Firmen von hohem Interesse - doch schwer zu ermitteln. Die Angst vor Mitarbeiter-Aktivitäten im Web indes sinkt.

Die Entwicklung und Umsetzung von Social-Media-Strategien bei Großunternehmen im deutschsprachigen Raum kommt voran. Als Selbstverständlichkeit gilt sie nach wie vor nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität St. Gallen, für die 68 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie 43 Experten aus Forschung und Beratung befragt wurden.

Nur jedes dritte Unternehmen verfügt über ein eigenes Budget für Social Media.Vergrößern
Nur jedes dritte Unternehmen verfügt über ein eigenes Budget für Social Media.
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Als wesentliches Merkmal von Social Media gelten die Interaktion und der Austausch zwischen relevanten Interessengruppen. Viele wollen Ergebnisse sehen: 58 Prozent der Unternehmen stufen die Ermittlung des Return on Social Media als "sehr wichtig" ein. Allerdings setzen 86 Prozent der Befragten noch keinerlei Verfahren zur Messung ein. "Die meisten Unternehmen sind heute nicht in der Lage, den Mehrwert ihres eigenen Social-Media-Engagements zu bestimmen. Es fehlt an etablierten Messverfahren", kommentiert Alexander Rossmann von der Universität St. Gallen die Studienergebnisse.

35 Prozent der Befragten berichten von einer steigenden Sensibilität für Social Media im Top-Management. Bei der strukturellen Einbindung praktizieren knapp drei Viertel der Unternehmen eine Mischung aus zentraler Koordination und dezentraler Umsetzung. Nur ein Drittel der Befragten verfügt über ein eigenes Budget für Social Media, überwiegend werden die Aktivitäten durch andere Budgets mitfinanziert. Anders als bei der vor zwei Jahren schon einmal durchgeführten Studie haben mittlerweile vier Fünftel der Unternehmen Stellen im Bereich Social Media geschaffen.

Wie weit Firmen mit der Entwicklung und Umsetzung ihrer Social-Media-Strategie fortgeschritten sind, sehen Unternehmen und Experten unterschiedlich. Ein Drittel der Unternehmen gibt an, eine Strategie bereits umgesetzt zu haben. Unter den befragten Experten sehen dies nur neun Prozent so. Zwei Drittel von ihnen vertreten die Meinung, Firmen testeten und experimentierten bislang bloß, was auf Unternehmensseite nicht einmal ein Viertel der Befragten so sieht.

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