Kienbaum-Studie

Die IT-Organisation im Jahr 2016

12.12.2012, von Anja DilkHeike Littger

CIOs sehen den Wandel in der IT, finden aber kein Personal dafür. Hier erklären drei IT-Chefs, wie (und mit wem) sie die neuen Aufgaben schaffen. Vorweg: Die Beratung Kienbaum rät, den "schlafenden Riesen" dabei nicht zu vergessen - also die Anwendungsentwicklung.

Als Martin Hölscher zu Triumph kam, stieß er auf eine gängige Struktur: hier die IT, dort das Business; hier die technische Dienstleistung, dort die strategische Geschäftsentscheidung. Also: zwei Welten. "Dabei gehört beides zusammen", sagt CIO Hölscher, der jetzt seit gut einem Jahr beim Wäschehersteller arbeitet.

"Organisationen sollten nicht in Funktionen denken, sondern in Abläufen." Wenn Kunden mit Unternehmen in Kontakt kommen, dann sei das, was sie erleben, das Ergebnis eines Prozesses. Und jeder in der Wertschöpfungskette trägt zu diesem Ergebnis bei, auch die IT: Kann sie den Verkauf der Textilien in den eigenen Stores fördern? Können Kunden und Unternehmen von einer Loyality-Card profitieren? Welche Erwartungen hat der Kunde an mobile Interaktion? "

"Die Anforderungen an die IT haben sich fundamental geändert", sagt Hölscher. "Sie ist längst mehr als nur Dienstleister für das Unternehmen - sie ist ein wichtiges Mittel, um das Unternehmensziel zu erreichen."

Die IT ist personell gesehen falsch aufgestellt

Was der Triumph-Mann da beschreibt, hat es in sich. Erst vor Kurzem hat die Management-Beratung Kienbaum in Kooperation mit dem Anbieterverband Bitkom eine Studie herausgebracht. "Faktor Mensch!" heißt sie und zeigt auf, wie sehr IT-Organisationen sich in den kommenden vier Jahren verändern werden. IT-Führungskräfte aus 220 Unternehmen wurden dazu befragt. 80 Prozent waren CIOs oder IT-Verantwortliche. Wichtigstes Ergebnis: Die IT ist personell gesehen falsch aufgestellt.

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