Surface, Windows 8 & Co.

Microsoft: Wenn Albträume wahr werden

18.01.2013, von

Selten hat sich in einem Jahr am Computermarkt so viel bewegt wie 2012. Größter Verlierer der Umwälzungen könnte Microsoft werden.

Erstes Problem von Ballmer und seinen Leuten ist, dass in Privathaushalten die Riesenkisten, die mit Windows laufen, mehr und mehr aus der Mode kommen. Im dritten Quartal 2012 sind die PC-Verkäufe weltweit - im Vergleich zum Jahr davor - um acht Prozent gesunken.

In den USA waren es sogar 14 Prozent. Gefährlichster Gegner der PCs sind iPad und andere Tablets. Allein Apple verkaufte im selben Quartal 14 Millionen iPads und übertraf damit die Zahlen von Lenovo, dem größten PC-Hersteller.

Mit seinem Surface ist Microsoft erst spät auf den Tablet-Zug aufgesprungen.Vergrößern
Mit seinem Surface ist Microsoft erst spät auf den Tablet-Zug aufgesprungen.
Foto: Microsoft

Und die Unternehmensanwender? Auch hier ist die Abkehr von Oldschool-PC nicht mehr so fern. Die Britische Barclays Bank zum Beispiel hat in diesem Jahr für ihre Mitarbeiter 8500 iPads angeschafft. Außerdem ist Apple mit seinem iPhone gerade dabei, RIMs Blackberry-Familie für den Einsatz im Unternehmen abzuhängen.

Modest heißt "bescheiden"

Der Generalangriff auf die anderen Pads durch das Windows-Tablet Surface scheint auch nicht die gewünschte Kraft zu entwickeln. Laut dem Taiwanesischen Online-Magazin "Digitimes" hat Microsoft vor einiger Zeit die eigenen Vorbestellungen für sein Tablet um etwa die Hälfte reduziert. Und Steve Ballmer selbst hatte die ersten Surface-Verkäufe als "modest" bezeichnet, was bekanntlich auf Deutsch nichts anderes bedeutet als: bescheiden.

Kati - 21.01.2013 16:54
Da spricht der Apple Fan-Boy wie man ihn kennt und wie er im Bilderbuche steht. Nach 13 Jahren als Apple-User (oh ja, es gibt noch Menschen die VOR dem iPhone Apple-Produkte nutzten) kann ich Ihnen lieber Knudsen ganz extrem widersprechen: die Geschlossenheit des Systems ist ein Fluch und kein Segen. Diese Geschlossenheit ermöglicht mir nämlich nicht, Produkte von Drittherstellern zu kaufen und zwingt mich nur weiter Produkte von Apple zu kaufen. Warum werde ich gezwungen mir ein neues iPad zu kaufen, damit ich die Geschlossenheit des aktuellen iOS nutzen kann (iOS 6 lässt sich nicht auf den ersten iPads installieren). Warum zwingt mich Apple mein iPhone mit meinem Laptop zu binden (die Kopplung an eine andere Mediathek ist nicht möglich ohne die Löschung der Daten auf dem iPhone). Und warum zwingt mich Apple nur noch Downloadinhalte zu erwerben (SL war das letzte OSX) was ich bei Microsoft als Service Pack für lau kriege (Lion und Mountain Lion sind nix anderes als Service Packs für Mac). Herr Knudsen, wenn es Ihnen gefällt dahingehend gezwungen zu werden, ok. Aber bleiben Sie bitte bei der Wahrheit. Surface ist das einzige Tablet welches als Notebook-Ersatz dienen kann, nicht wegen der Tastatur allein, sondern wegen dem Office und der damit verbundenen Cloudanbindung, ebenso wie Windows Phone 8. Nach 13 Jahren als Apple-User und Unsummen an Investitionen in Macs & Co muss ich heute feststellen, dass die neuen MS-Produkte deutlich produktiver sind. Gerade im mobile Computing.
Reiner Knudsen - 18.01.2013 22:39
Ah ja - über die Qualität des Artikels meckern und dann den undifferenziertesten Kommentar hinterlassen, den man sich an dieser Stelle hinterlassen kann. Man kann mögen, was man will: den Tablet-Market hat alleine Apple mit dem iPad eröffnet. Alles was vorher schonmal war hat nie den Durchschlag gehabt, den das iPad hatte. Microsoft hat in der jüngsten Vergangenheit an allen Ecken verloren. Selbst das jüngste PC OS ist kein überwältigender Marktfaktor mehr, das eigene Tablet nicht konkurrenzfähig. Der Wunsch nach mobilem Arbeiten ist eine Tendenz, die Microsoft einfach verpennt hat. Und wenn man in so einem agilen Markt nur ein Jahr verliert (RIM, Nokia, Motorola, Microsoft...) dann ist aus meiner Sicht nur mit einem mittelschweren Wunder wieder aufzuholen, was verpasst wurde. Der Vorteil, der immer für Apple sprechen wird ist die Geschlossenheit des Systems und die dadurch erreichbare perfekte Integration der einzelnen Hardware-Komponenten. Das wird kein anderes Unternehmen in den nächsten Jahren nur annähernd erreichen.
kein Microsoftfreund - 18.01.2013 12:20
Selten so einen schlechten Artikel gelesen, hier ist wohl der Autor arg verblendet. Objektivität fehlt gänzlich! Ich bin bestimmt kein Microsoftfreund, aber die Appleprodukte sind doch das schlechteste, was einem freien Menschen passieren kann.
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