IT ändert Geschäftemodelle

Atos: Die kommenden IT-Trends bis 2016

05.02.2013, von

In der Studie "Ascent Journey 2016" zeigen Experten, was Wirtschaft und Gesellschaft in den kommenden drei Jahren verändern wird.

Atos-CEO Thierry Breton sorgte Ende 2011 für Furore, als er ankündigte, innerhalb des Unternehmens schon bald den E-Mail-Verkehr abzuschaffen. Nun hat die Atos Scientific Community, ein weltweites Netzwerk aus etwa 90 IT-Experten bei Atos, zusammengestellt, welche Trends und Herausforderungen aus ihrer Sicht unsere Wirtschaft und Gesellschaft bis 2016 prägen und verändern werden. Die Ergebnisse bündelt der Trendbericht Ascent Journey 2016.

Technologien verändern die Arbeitswelt. So haben zum Beispiel mehr als 1,5 Milliarden Menschen mittlerweile Zugriff auf ein Smartphone oder Tablet.Vergrößern
Technologien verändern die Arbeitswelt. So haben zum Beispiel mehr als 1,5 Milliarden Menschen mittlerweile Zugriff auf ein Smartphone oder Tablet.
Foto: Fraunhofer IAO

Im Fokus des Berichts stehen IT-Innovationen, die die Effizienz erhöhen und neue Formen von Beziehungen und Geschäftsmodellen entstehen lassen. Ziel dieser Innovationen sei die Ankurbelung der Konjunktur, heißt es im Trendbericht.

Mehr als 1,5 Milliarden Menschen haben mittlerweile Zugriff auf ein Smartphone oder Tablet. Mehr als eine Milliarde Menschen tauscht Informationen über soziale Netzwerke aus und immer mehr Unternehmen nutzen Social Media für die interne Zusammenarbeit, so der Bericht. Diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere digitale Welt offener, vernetzter und transparenter ist, als sie es je zuvor war.

Abschaffung der Präsenzpflicht

Die Arbeit verändert sich nicht nur durch Kollaborations-Tools am Arbeitsplatz, sondern beispielsweise auch durch die Globalisierung und den Einfluss der Digital Natives. Denn die junge Generation hinterfragt etablierte Arbeitsweisen in den Unternehmen und fordert flexible Formen wie zum Beispiel Home-Office-Angebote und die Abschaffung der Präsenzpflicht ein.

Sayit Özdemir - 06.02.2013 18:37
"Aufgabenmanagement 2.0" - Der einfachste Weg der Zusammenarbeit Die mit der Lösung von Aufgaben zusammenhängende Kommunikation wird weitgehend immer noch von der Email beherrscht, mit der allseits bekannten Folge der Emailflut und der sich daran knüpfenden Problematik, das Wichtige von Unwichtigem innerhalb kurzer Zeit zuverlässig zu ermitteln. In der alltäglichen Unternehmenspraxis gehören beide Begriffe immer noch zusammen, wie siamesische Zwillinge. Unüberhörbar sind aber Stimmen, die nicht nur diese Verbindung lösen, sondern sogar das allgemeine Ende der Email einläuten wollen. Einen großen Schritt in diese Richtung könnten die neuen 2.0 Technologien bewirken. Sie eröffnen uns eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Gemeinsame Lösungen von Aufgaben und Projekten sind problemlos möglich, wobei Grenzen und Entfernungen nicht mehr zählen. Die technologischen Möglichkeiten werden aber nur ansatzweise genutzt, wenn man als Leitmedium bei der Aufgabenbearbeitung weiterhin die Email sieht. Im Prinzip ändert sich nur das technologische Niveau, alle mit dem Aufgabenmanagement zusammenhängen Probleme( keine Koordination, fehlende Informationen, Reibungsverluste, Archivierung Wissensmanagement, ) werden nicht angegangen. Neue Technologien entfalten nur dann nachhaltige Wirkung, wenn sich auch die darauf aufsetzenden Methoden ändern. Ein Aufgabenmanagement auf Basis 2.0 Technologie kann nur ein System sein, dass idealtypisch alle Aufgaben eines Unternehmens erfaßt und diese nach definierten Regeln erledigt. Im Grunde genommen wird hier auf die Erfolgsformel des PDCA aus dem Qualitätsmanagement zurückgegriffen. Für das Aufgabenmanagement bildet sich so ein Standard heraus als größtem gemeinsamen Nenner, der die Möglichkeiten der 2.0 Technologien optimal auslotet. Kommunikation findet hier innerhalb des Systems statt, d.h. innerhalb der Aufgabenbearbeitung, gebunden an bestimmte Aufgabenschritte. Die allgemeine Email hat hier keinen Platz mehr, Kommunikation findet zielführend innerhalb des Systems statt. Dies stellt eine wirkliche Verbesserung gegenüber der ungeregelten Aufgabenbearbeitung dar. Der Aufgabenprozeß ist überschaubar, Kommunikation ist integrativ, Reibungsverluste werden weitgehend vermieden, alles ist wichtig. Aufgabenbearbeitung auf Basis 2.0 Technologie ohne Email macht nicht die Email obsolet, sondern befreit nur das Aufgabenmanagement von unnötigem Ballast. Für einige andere Bereiche bleibt die Email sicherlich das dominierende Medium.
Wolfgang Lang - 05.02.2013 16:45
Zero email geht das Problem von der falschen Seite an. In welches Tool (Mail, Messenger, Tiwtter,....) die Menschen überflüssiges Zeug tippen ändert doch am Problem nichts. Wichtig ist doch eine Sensibilisierung, wem muss ich was mitteilen und es ist ein Kulturwandel notwendig, solange jeder über alles informiert sein will braucht man sich auch nicht wundern, dass jede Nachricht in Kopie an X leute gesendet wird.
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