Internes Social Media

Gartner: 80 Prozent des Geldes verpuffen

18.02.2013, von

Noch gehen die meisten Investitionen in Firmeninterne Netzwerke verloren. Viele unterschätzen, wie sich die Firmenorganisation wegen Social Media ändern muss.

Unternehmen werden im Lauf der nächsten fünf Jahre stark auf Firmen-interne Netzwerke setzen. Sie werden die primären Plattformen sein, über die Informationen gesammelt und verarbeitet werden, über die also alle Projekte ablaufen. So sieht die nahe Zukunft aus, glauben die Analysten von Gartner. Im "Report Predicts 2013: Social and Collaboration Go Deeper and Wider" stellen sie vor, wie die Zukunft für Social Business aussieht. Und die ist am Anfang noch nicht sehr rosig.

Soziale Firmen-Netzwerke

Die Chefs sind der Schlüssel, damit sich das Social Business lohnt, glaubt Gartner-Analystin Carol Rozwell. Vergrößern
Die Chefs sind der Schlüssel, damit sich das Social Business lohnt, glaubt Gartner-Analystin Carol Rozwell.
Foto: Gartner

In drei Jahren werden die Hälfte der großen Unternehmen Facebook-ähnliche Netzwerke entwickelt haben. Etwa ein Drittel der Unternehmen betrachtet diese Art der Interaktion so wichtig wie E-Mail und Telefon. In den nächsten fünf Jahren, rechnen die Analysten von Gartner, werden Social, Mobile und Gamification zu einer Einheit verschmelzen. Die Endnutzer wird das freuen: Sie kommen mit Enterprise Content Management (ECM) kaum noch in Kontakt und können sich so auf das Wesentliche konzentrieren.

Der Vorteil der Sozialen Firmennetzwerke: Über sie könne die Kommunikation effizienter ablaufen, heißt es in der Analyse. Relevante Informationen kommen schneller da an, wo sie hingehören, Projektgruppen können sich schneller und effizienter organisieren. Aber die Einführung gestaltet sich schwierig, denn viele fürchten die Umstellung und die potenziellen Risiken, wie etwa fehlende Standardisierung, Mitarbeiter in Verweigerungshaltung und Sicherheitsrisiken.

Anfangs laufen Investitionen ins Leere

Aber so richtig in die Gänge kommt das Social Business erst mal nicht, glauben die Analysten von Gartner. Die meisten Investitionen, 80 Prozent nämlich, verpuffen sinnlos. Erst ab 2016 würde sich das Social Business lohnen, obwohl allen klar ist, dass eine offenere Kommunikation nur zu besseren Ergebnissen führen kann. Den Grund dafür sehen die Berater in unfähigen Chefs, die sich nicht an Neues anpassen wollen, und darin, dass zu viel Wert auf die Technologie gelegt wird.

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