Schlechter Service fördert Do-it-yourself-Mentalität

Support-Outsourcing treibt Kosten für Anwenderselbsthilfe

13.07.2005, von Ingo Butters

Drucken |  Versand |  PDF

Firmen, die ihren Desktop-Support auslagern, wollen mit diesem Schritt vor allem Kosten sparen. Der Schuss kann allerdings nach hinten losgehen: Einer Untersuchung der Unternehmensberatung Compass zufolge, greifen Nutzer umso mehr zur Selbsthilfe, je stärker ihre Firma den Desktop-Support auslagert. Die Kosten für die so genannte Anwenderselbsthilfe können sich mehr als verdreifachen.

Allgemein wird der Desktop-Support zu den so genannten Commodities gezählt. Zu Services also, die wenig komplex, kaum erfolgskritisch und damit gut auszulagern sind. Auch deshalb hat das Outsourcing des Desktop-Supports mittlerweile Tradition. Wie die Compass-Untersuchung zeigt, unterschätzen allerdings viele Firmen die versteckten Kosten, die durch das Auslagern der Support-Services entstehen.

Die Kosten für die Anwenderselbsthilfe steigen proportional zum Grad des Support-Outsourcings.Vergrößern
Die Kosten für die Anwenderselbsthilfe steigen proportional zum Grad des Support-Outsourcings.

Die Unternehmensberater haben eine eindeutige Korrelation festgestellt: Je stärker der Support ausgelagert ist, desto eher neigen die Nutzer dazu, sich bei Problemen selber zu helfen – in der Folge steigen die Kosten für Anwenderselbsthilfe zum Teil drastisch. So muss eine Firma, die zehn Prozent ihres Desktop-Supports ausgelagert hat, durchschnittlich 391 US-Dollar pro Nutzer für Anwenderselbsthilfe ausgeben. Beträgt der Anteil des Outsourcings für den Desktop-Support dagegen 40 Prozent, schnellen die Ausgaben auf durchschnittlich 1.225 Dollar pro Nutzer hoch.

Probleme werden immer wieder neu angegangen

Zu den Kosten der Anwenderselbsthilfe zählen die Arbeitszeit, die die Mitarbeiter für die Lösung ihre Desktop-Probleme aufwenden sowie Folgekosten, die beispielsweise durch inkonsistente und inkompatible Konfigurationen entstehen. Der Support-Aufwand insgesamt wächst außerdem, weil Probleme nicht zentral erfasst werden, sondern immer wieder erneut angegangen werden.

Seite: 1 | 2 | 3
weiter
Informationsvorsprung sichern - CIO-Newsletter bestellen
CIO-Exklusiv
CIO Wirtschaftsmeldungen
CIO-Exklusiv Blackberry
Healthcare-IT Newsletter
CIO Security Newsletter
Dynamic IT Newsletter
Whitepaper Newsletter
IT-Berater Newsletter
Retail-IT Newsletter
Finance-IT Newsletter
CIO Karriere Newsletter
SAP Newsletter
Meine E-Mail-Adresse:
Abschicken
Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise Ihrer E-Mail-Adresse.
Kostenlose Newsletter von CIO.de
Exklusiv
Exklusiv Blackberry
Wirtschaftsmeldungen
Karriere
Security
Dynamic IT
Healthcare IT
Whitepaper
IT-Berater
Retail-IT
Finance-Forum
SAP

10 Jahre CIO-Magazin in Bildern

CIO Plus App
Am 29. September feierte das CIO-Magazin in Bonn den 10. Geburstag.

In unsere Sonderausgabe für das iPad finden Sie alle Bilder und alle Videos von der feierlichen Geburtstagsgala.

» Jetzt die App herunterladen




SERVICE