Klare Roadmap fehlt

SAP bleibt Sybase-Strategie schuldig

01.09.2010, von Rüdiger Spies

Konkrete neue Antworten auf die Roadmap, Lizenzpolitik und Technologieintegration bleibt SAP schuldig. Dass erst in neun Monaten eine gemeinsame mobile Entwicklungsplattform verfügbar sein soll, liegt viel zu weit in der Zukunft, erklärt IDC-Analyst Rüdiger Spies.

Rüdiger Spies ist Independent VP Enterprise Applications bei IDC.Vergrößern
Rüdiger Spies ist Independent VP Enterprise Applications bei IDC.

Jüngst hat SAP mit großem Aufwand eine Analysten- und Medienkonferenz abgehalten, die gleichzeitig in Boston und Frankfurt stattfand und via Satellit vernetzt war. Das erklärte Ziel: Marktaufklärung über SAPs weiteres Vorgehen im Zusammenhang mit der Übernahme von Sybase. Allerdings ist über die ohnehin bekannten Pläne kaum etwas Neues vermittelt worden.

Im Einzelnen: SAP und Sybase werden eine Mobile Plattform anbieten, die alle wesentlichen mobilen Geräte unterstützen soll. Eine "mobile Experience" sollen Anwendern von vorhandenen Anwendungen zugänglich gemacht werden. Außerdem soll Sybase SAPs Mobil-Strategie vorantreiben.

Zweitens sollen die Technologien von SAP Business Objects und Sybase zusammengeführt werden, um eine einheitliche Infrastruktur für Datenanalysen zu gewährleisten. Weiterhin will SAP beim Thema EIM (Enterprise Information Management) in verschiedenen Bereichen ein abgestimmtes Vorgehen mit Sybase an den Tag legen.

Zusätzlich wird Sybase als eine weitere Datenbankoption für die SAP Enterprise Suite verfügbar sein, nachdem eine Portierung, Zertifizierung und Optimierung der Enterprise Suite vorgenommen wurde. Letztlich sollen die In-Memory-Technologien beider Unternehmen in alle Datenmanagement-Angeboten von SAP und Sybase eingebaut werden.

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