18.05.2006, von Andreas Schaffry
Während private Blogs immer beliebter werden, sind sie im Unternehmensbereich noch eher selten anzutreffen. Die wenigsten Führungskräfte in Unternehmen glauben, dass Corporate-Blogs ein glaubwürdiges Kommunikationsmedium sind, zur Markenbildung beitragen oder den Verkauf fördern. Das geht aus einer Umfrage hervor, welche das Marktforschungsinstitut Harris Interactive im Auftrag des PR-Unternehmens Makovsky und Company durchführte.
| Corporate-Blogs setzen sich in Unternehmen erst langsam durch. |
Laut Bericht stufen viele Führungskräfte in Unternehmen den Aufbau und Betrieb von Weblogs als nicht bedeutsam ein. Nur 30 Prozent der Entscheider haben eine genaue Vorstellung von der Funktion eines Unternehmens-Weblogs.
15 Prozent der befragten Unternehmen betreiben selbst ein Corporate-Blog. Lediglich fünf Prozent der Befragten halten Coprorate-Blogs überhaupt für ein glaubwürdiges Kommunikationsmedium. Dass Weblogs zur Markenbildung beitragen gaben nur drei Prozent an und weniger als ein Prozent halten es für ein geeignetes Medium, um den Verkauf anzukurbeln und Leads zu generieren.
Richtiges Verständnis herstellen
Laut Untersuchung haben lediglich 30 Prozent der rund 150 Befragten ein genaues Verständnis vom Begriff Internet-Blog. Laut Umfrage ist die geringe Zahl von Unternehmens-Weblogs darauf zurückzuführen, dass im oberen Management die Potenziale des neuen Mediums noch nicht erkannt worden sind. Im Top-Management sickert die Erkenntnis über die Bedeutung des neuen Mediums, um einen kritischen Dialog mit Kunden, Partnern und Aktienbesitzern zu initiieren, erst langsam durch.
In 77 Prozent der Fälle teilten die Manager mit, dass es in ihrer Organisation niemanden gebe, der ein Corporate-Blog schreibt. In 15 Prozent der Unternehmen schreibt ein Mitarbeiter derzeit einen Business-Blog. Acht Prozent haben Teams, die ein Corporate-Blog mit Billigung des Unternehmens verfassen.
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