Autor(en): Claus Herbolzheimer
Schlagzeilen über misslungene IT-Projekte häufen sich. So titelten kürzlich die Gazetten: "Betriebslizenzvergabe für neues Digitalfunk-System der Polizei ist gescheitert" - und damit vorerst erneut ein Großprojekt im IT- und Kommunikationsbereich. Doch das müsste nicht sein. Die Erfolgsquote bei Projekten im Bereich Telekommunikation und Informationstechnologie ließe sich deutlich durch eine verbesserte Herangehensweise erhöhen.
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| Claus Herbolzheimer, Roland Berger Strategy Consultants: "Viele Unternehmen klammern bei IT-Großprojekten die indirekten Kosten aus." |
Besonders anfällig für Probleme sind bei IT-Projekten die Bereiche Supply Chain/Logistik, Kundenservice, Innovations-Management und Produktion - ausgerechnet also die Bereiche, die für die Unternehmen essentiell und für den Kunden zudem sehr sichtbar sind. Auch Projekte in Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern führen häufig zu Termin- bzw. Budgetüberschreitungen.
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| Anteile erfolgreicher und nicht erfolgreicher IT-Projekte weltweit (in %). |
Unternehmen klammern oft die indirekten Kosten gerade deshalb aus, weil die Höhe künftiger Ausgaben oder die Auswirkungen eines Image-Schadens sehr schwierig zu beziffern sind. Trotzdem ist es wichtig, diese Effekte frühzeitig in die Chancen-/Risikenbewertung des Angebots aufzunehmen, das Risiko-Management danach auszurichten und mit entsprechenden Maßnahmen das Risiko zu minimieren.
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