Markt für Faxgeräte

Faxen vergeht nicht

05.06.2007, von Lars Reppesgaard

Zudem nutzen inzwischen auch viele Faxhersteller das Internet-Protokoll (IP) als Lingua Franca für alle Kommunikationsdienste und die Vernetzung ihrer Geräte. Diese rein IP-basierte Anbindung auch der Faxgeräte spart einen erheblichen Teil der laufenden Infrastrukturkosten gegenüber herkömmlichen dezentralen Lösungen und ermöglicht es, die Fernkopierer auch in moderne Konvergenznetze, in denen Telefon- und Datendienste zusammengefasst werden, einzubinden.

Syngenta entschied sich allerdings gegen eine Modernisierung der eigenen Faxlandschaft auf IP-Basis. Bis Ende 2005 wurden Nachrichten über Fritzkarten in den Laptops an die Bauern gefaxt. Dafür hat das Unternehmen den Faxbetrieb komplett an den Anbieter Retarus ausgelagert. Seit dem Jahreswechsel 2006 verlassen sich die Pflanzenschutzmittelhersteller fast vollständig auf eine virtuelle Faxlandschaft auf Grundlage einer Software namens Faxolution für Windows.

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Im Kern ist Faxolution für Windows ein Druckertreiber, mit dem Telefaxe aus beliebigen Windows-Anwendungen direkt über die Faxinfrastruktur von Retarus verschickt werden können. In seinem Rechenzentrum hält Retarus dazu 3000 Leitungen bereit, die eine Vielzahl von Firmen für Messaging-Services nutzen.

Keine Karten, kein Server

Außer dem neuen Druckertreiber brauchen die Syngenta-Außendienstler lediglich einen Internetzugang, um die Daten sicher und verschlüsselt per HTTPS ins Rechenzentrum zu übertragen. Auf zusätzliche Hardware wie Faxkarten für den Laptop können sie ebenso verzichten wie die Syngenta-Zentrale auf den Betrieb eines Fax-Servers. Die Abrechnung des Faxdienstes erfolgt je nach Verbrauch.

Für Syngenta hat dieses Modell laut Bassermann einige Vorteile. "In der Erntezeit geht unser Faxversand in der Regel gegen null", erklärt er. "Früher fielen das gesamte Jahr über Fixkosten für die Standleitungen an. Heute zahlen wir in so einer Phase auch entsprechend weniger." Auch die Kosten für die Gerätewartung entfallen. Die Außendienstlern versenden an ihre Kunden mehr Tipps als je zuvor. Laut Bassermann gingen im Jahr 2006 gut doppelt so viele Telefaxe an die Landwirte wie im Vorjahr. "Und jeder Kundenkontakt ist der erste Schritt für mehr Umsatz", sagt er.

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