Analysten-Kolumne

Anwendungsentwicklung steht vor Zerreißprobe

Autor(en): Torsten Mandelkow

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Die schnelle Veränderung der Geschäftswelt stellt heute neue Anforderungen an die Anwendungsentwicklung eines Unternehmens. Gleichzeitig sind jedoch durch Themen wie Compliance und Governance erhöhte Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Sicherheit und Qualität zu erfüllen. Standardisierung bei gleichzeitiger Flexibilität ist das Ziel.

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Senior Consultant Torsten Mandelkow: "Unternehmen profitieren durch die Standardisierung direkt durch eine Beschleunigung von Projekten."
Die IT als Kern eines Unternehmens soll die täglichen Arbeiten und Tätigkeiten der Mitarbeiter unterstützen und damit Zeit und Kosten reduzieren. Änderungen in der Geschäftsstrategie müssen zeitnah durch die Anpassungen in der IT unterstützt oder ermöglicht werden. Diese Anpassung an Veränderungen der Geschäftswelt wird durch eine langsame oder ineffiziente IT verhindert und verzögert. Neue, innovative Geschäftsfelder können nur verzögert erschlossen werden, wertvolle Zeit und Kunden können verloren gehen.

Flexibilität und ihre Probleme

Dies erfordert einen hohen Grad an Flexibilität in der IT, da die zukünftigen Anforderungen noch unklar sind oder noch gar nicht existieren. Da die Standardanwendungen wie SAP oder CRM-Systeme unter Umständen diese Flexibilität nur mit hohem Aufwand umsetzen können, betreiben Unternehmen eine eigene Anwendungsentwicklung und greifen auf interne oder externe Entwickler zurück. Dies bringt die notwendige Flexibilität, aber gleichzeitig viele weitere Probleme:

  • Die heutige Anwendungsentwicklung in Unternehmen ist häufig geprägt von einer Vielzahl verschiedener Plattformen (Java, .NET, C), je nach Kenntnisstand der eigenen Mitarbeiter.

  • Viele verschiedene Anwendungen werden parallel für ähnliche Aufgaben verwendet (z.B. EAI, CMS).

  • Fachabteilungen entwickeln eigene Anwendungen und Tools, mit denen Sie ihre Aufgaben schneller und effizienter erfüllen können.

  • Die unterschiedlichen Anwendungen basieren auf verschiedenen Plattformen und können nicht integriert werden, weil sie sich nicht "verstehen".

  • Die Entwicklungszyklen sind langwierig durch fehlende Entwicklungsprozesse (wie Requirements Management,) viele parallele Projekte und wenig Automatisierung.

Damit gehen die Vorteile der Flexibilität wie Zeit- und Kostenersparnis durch die eigene Anwendungsentwicklung größtenteils verloren. Die Qualität ist mangelhaft, eine Integration nicht möglich. Die neuen Anforderungen an Unternehmen wie Compliance und Governance, Sicherheit sowie Nachvollziehbarkeit können mit dem bisherigen Vorgehen in der Anwendungsentwicklung nicht beachtet werden.

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