Kosten und Kennzahlen im Vergleich

IT-Benchmark der Maschinenbauer

19.01.2007, von Rolf Roewekamp

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Erstmals hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) einen Vergleich der IT-Kosten durchgeführt. Nutzen- und Qualitäts-Benchmarks sollen in Zukunft folgen.

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ber die Kennzahl "IT-Kosten gemessen am Umsatz" können CIOs und Geschäftsführung stundenlang reden. Sie ist eine der am heftigsten diskutierten Zahlen – und eine der umstrittensten. Denn kaum jemand weiß, was sich im Einzelnen hinter den IT-Kosten versteckt. Von Beratern und Analysten ventilierte Kennzahlen helfen CIOs nicht weiter. "Solche Umfragen dauern maximal eine halbe Stunde. Und wenn ein CIO auf eine Frage keine Antwort hat, schätzt er einfach einen Wert, um schnell durchzukommen", sagt Alexander Walter, CIO beim Maschinenhersteller für Massivholzverarbeitung Weinig AG in Tauberbischofsheim. "Solche Ergebnisse sind unbrauchbar."

Aus diesem Grund ging der VDMA-Ausschuss Informatik daran, für Maschinen- und Anlagenbauer einen eigenen Benchmark durchzuführen. "Wir wollten brauchbare differenzierte Kennzahlen bekommen, um die IT-Kostenbetrachtung auf solide Beine zu stellen", erläutert Walter, der Vorsitzender des Arbeitskreises IT-Benchmark ist. Zu den acht Mitgliedern gehören außer sechs Anwenderunternehmen noch Volker Schnittler, Leiter des Fachbereichs ERP beim VDMA, und Professor Reiner Martin von der Hochschule Konstanz. Wirtschaftsinformatiker Martin begleitete den Benchmark von der wissenschaftlichen Seite. "Er hat uns gezeigt, wie man mit den Zahlen richtig umgeht, sie auswertet und in Beziehung bringt. An der Stelle wollten wir keine Fehler machen", begründet Walter.

Aha-Erlebnis gleich zu Beginn

Im Gegensatz zu früheren Befragungen erhob der Arbeitskreis die Daten elektronisch statt auf Papier. Auf vier Excel-Fragebögen passte das Erfassungsschema samt Erläuterungen. "Wir haben zwei Tage gebraucht, um die notwendigen Zahlen dafür im Unternehmen zusammenzutragen", berichtet Walter über seinen Aufwand. Aber nicht alle Teilnehmer kannten ihre Kosten im Detail. "Da kam es bei vielen Unternehmen schon zum ersten Aha-Erlebnis, weil sie ihre Zahlen nicht so differenziert vorliegen hatten", sagt Walter.

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Insgesamt riefen 362 Unternehmen den Fragebogen ab, 81 schickten ihn ausgefüllt zurück. Viele Unternehmen konnten sich noch nicht überwinden, Zahlen nach außen zu geben und somit ihre IT transparent zu machen. "Die Teilnehmerzahl wird künftig steigen, wenn CIOs eine Lernkurve durchlaufen und ihre IT-Kosten immer genauer erheben", prophezeit Walter. Als Anreiz und Dank für ihre Teilnahme erhielten alle Teilnehmer unmittelbar nach Ausfüllen des Bogens das Ergebnis der einzelnen IT-Kosten für ihr Unternehmen. "Mit dieser Feinauswertung seiner Daten konnte jeder CIO sofort intern loslegen und arbeiten", erläutert Walter.

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