Ronan Clinton geht in die Vollen. "Von allen technischen Fehlentwicklungen der vergangenen 15 Jahre ist RFID die Schlimmste", verkündet er. Clinton muss es wissen: Er ist Managing Director beim Anbieter Heavey RF. Seine These: RFID kann den Barcode nicht ersetzen, weder von der Technologie her, noch von den Kosten. Geld verdienen will er damit trotzdem - mit dem begrenzten Kreis an Unternehmen, die die Chips wirklich brauchen.
![]() | "Thank you", sagt der Barcode und meint wahrscheinlich Ronan Clintons Philippika gegen RFID. | |
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Sein Eindruck: Derzeit werden überhöhte Erwartungen aufgebaut, RFID wird als neue Wunder-Lösung dargestellt, CIOs werden mit Aussagen der Kategorie "Wenn Sie nicht dabei sind, sind Sie bald nicht mehr dabei" verunsichert. Daher sein Vergleich mit der Dotcom-Blase, die schließlich schmerzhaft zerplatzt ist.
Clinton darf nicht falsch verstanden werden - er ist "überzeugter RFID-Fan". Nur: Je süßer dem Kunden RFID angepriesen wird, umso bitterer der Nachgeschmack, wenn Unnötiges und Teures implementiert wurde. Die Bedenken des Heavey RF-Managers konzentrieren sich auf zwei Probleme: die Technologie und die Kosten.
RFID technisch noch lange nicht ausgereift
Technik-seitig, so seine Einschätzung, sind die Funk-Chips noch lange nicht ausgereift genug, um den Barcode zu ersetzen. Das Problem besteht darin, dass es "hunderte verschiedener" RFID-Tag-Typen gibt, alle mit ihren jeweiligen physischen Eigenschaften. Das verhindert eine vollständige Lesbarkeit. Und das verhindert den effizienten Einsatz.
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