IDC: Linux und mySQL im Trend

Deutsche CIOs stehen auf Open Source

13.07.2009, von Nicolas Zeitler

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Entscheidung für Open Source aus Spargründen

Dass vor allem deutsche und italienische Firmen mit quelloffenen Programmen arbeiten, führen die Marktbeobachter von IDC darauf zurück, dass in den beiden Ländern eine besonders gute Einstellung gegenüber Open Source herrsche. Gleichzeitig betonen die Studienautoren, dass die Entscheidung von CIOs für oder gegen Open Source wenig mit Ideologie zu tun habe. Es gehe den meisten dabei nicht um eine Grundsatzentscheidung, sondern um bare Münze. "Die Kunden wollen einfach so viel ERP oder CRM pro Euro wie möglich", erklärt Studienautor Bo Lykkegaard.

Auch auf Anbieterseite sei eine Art religiöser Krieg zwischen einer OS-Gemeinde und anderen Anbietern nicht zu erwarten. Vielmehr scheint es, als bewegten sich offenes und proprietäres Modell aufeinander zu. Die CIOs nehmen vor Kaufentscheidungen sowohl Open Source-Anbieter als auch andere Software-Hersteller in die engere Wahl.

Und auf Herstellerseite erwartet IDC, dass einerseits OS-Anbieter sich mehr und mehr kommerzielle Geschäftspraktiken aneignen, und andererseits traditionelle Softwarehäuser zunehmend OS-Komponenten in ihre Produkte einbauen.

Preisdruck erwartet

Für welches Produkt sich ein IT-Chef entscheidet, das hängt letztlich vom Preis ab. Laut der IDC-Studie ist das Hauptmotiv für die Entscheidung für Open Source, dass keine anfängliche Lizenzgebühr zu zahlen ist und die Gesamtkosten (TCO) geringer sind. Dass Sparüberlegungen eine Rolle spielen, zeigt sich auch bei der Frage nach dem Einfluss der Wirtschaftskrise. Gut die Hälfte der CIOs meint zwar, dass sie keinen Einfluss auf die Neigung habe, Open Source einzusetzen. Ein Drittel allerdings glaubt, dass der Abschwung die CIOs dieses Jahr mehr quelloffene Programme einsetzen lässt. 14 Prozent gehen dagegen von einem Rückgang aus.

Die Marktforscher von IDC erwarten jedenfalls einen wachsenden Preisdruck auf dem Markt, vor allem im Geschäft mit mittelständischen Firmen. Anbieter von Open Source seien in der Lage, günstigere ERP- oder CRM-Lösungen anzubieten, die sie als unternehmenstauglich anpreisen. Wobei die Studie auch gezeigt hat, dass es in manchen Firmen Vorbehalte gegenüber Open Source gibt, was die Qualität und den Support angeht.

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