| Inhalt dieses Artikels: | |
| SOA: Service Ohne Akzeptanz | |
| 2. SOA unter IT-Entwicklern | |
20.09.2008 (aktualisiert), von Lothar Hirschbiegel
Ex-CIO Lothar Hirschbiegel analysiert, was Unternehmen in puncto Service-Orientierung alles falsch machen können - ernüchternd.
| Lothar Hirschbiegel: Der promovierte Physiker hat langjährige Erfahrungen in leitenden IT-Funktionen, unter anderem als EDV-Leiter von AEG in Frankfurt, als IS-Manager für AMP Deutschland, als CIO von SMS Demag sowie als Bereichs-CIO im Siemens-Konzern. |
Ja, ich bin ein SOA-Skeptiker. Allerdings kein Gegner, denn ich unterstütze alles, was uns erlaubt, wohldefinierten Problemen in der IT mit wohldefinierten Lösungen zu begegnen. Allerdings lässt sich in Sachen SOA eine Menge falsch machen.
Lange Jahre hat die IT versucht, Anwender zu einer effizienteren Zusammenarbeit mit IT-Mitarbeitern zu
bewegen. Was haben wir nicht tausendfach nach Lasten- und Pflichtenheften gerufen, nach Ablaufbeschreibungen, Datenmodellen und Business-Strategien. Gekommen ist in aller Regel wenig Input - und meistens auch nur von der eng begrenzten Schar der Grenzgänger zwischen IT und Fachabteilungen.
In großen Unternehmen gibt es heute oft Prozessspezialisten, die sich etwa mit "Prozesshäusern" beschäftigen. In solchen Fachabteilungen sitzen Mitarbeiter, die im Formulieren von Abläufen geschult sind, die zudem die Zusammenhänge zwischen den Bearbeitungsstellen im Unternehmen kennen. In kleinen und mittelständischen Unternehmen wird man solche Mitarbeiter kaum finden. Dort ist die Ablaufoptimierung Sache des Vorgesetzten. Das Gesamtbild ist in der "Regierungshoheit" des Chefs, der gleichzeitig die sehnlichst erwünschte Business-Strategie mit einarbeitet.
Mit anderen Worten: Ein formales Business Process Management (BPM) wird in Großunternehmen eher
die Regel sein, in kleineren Unternehmen jedoch als Exot behandelt.
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