| Inhalt dieses Artikels: | |
| CFOs halten sich im Abseits | |
| Sorge um Ruf des Unternehmens | |
| USA: Nur ein Drittel hat eine aktive Strategie | |
04.08.2010, von Werner Kurzlechner
Social Media kann für Führungskräfte eine willkommene Plattform zum Eigenmarketing sein. CFOs springen bislang jedoch nicht darauf an. Ihre Skepsis mag wohl begründet sein, sollte aber nicht in komplette Ignoranz ausarten. Denn für die Effizienz der Mitarbeiter und Compliance-Fragen ist eine Strategie in diesem Feld unentbehrlich.
| Golf macht Spaß. Aber Netzwerken geht mit Twitter & Co. genau so gut. Foto: MEV Verlag |
Nicht alle Führungskräfte begeistern sich für die neuen Möglichkeiten, die Social Media bietet. CFOs zum Beispiel pflegen eine besondere Zurückhaltung – auch wenn sie oft die eigentlichen IT-Chefs sind, begeben sie sich nur ungern aufs virtuelle Parkett.
Ebenso wie Anwälte verschliefen sie die Möglichkeiten des Social Networking für die Vermarktung ihrer Expertise, rüffelt Morris Kaplan in unserer australischen Schwesterpublikation www.cfoworld.com.au. Kaplan rät den Finanzchefs, einfach mal ein paar Schüler einzuladen, die ihnen die Grundlagen über Twitter, Facebook und LinkedIn beibringen.
Ganz so einfach ist die Sache indes nicht. Für die Skepsis von CFOs gegenüber virtuellen Welten gibt es durchaus gute Gründe. Wer von berufswegen abwägt, kalkuliert und Risiken gewichtet, muss sich einige schwierige Fragen stellen: Was bringt Social Media allgemein fürs Unternehmen? Könnte das Gezwitschere nicht doch pure Zeitverschwendung sein? Wie leite ich in dieser Frage meine eigenen Mitarbeiter an? Was habe ich davon, in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein? In welche Gefahren schlittere ich dabei möglicherweise? Oder mein Unternehmen?
Risiken für den guten Ruf gibt es in der virtuellen Welt, sicherlich. Vor wenigen Monaten knackten Greenpeace-Unterstützer beispielsweise die Facebook-Seite von Nestlé und platzierten dort die Beschwerden, das Unternehmen trage zur Regenwaldzerstörung in Indonesien bei. So was schadet dem Image, und ähnliches könnte auch CFOs passieren, die sich offen im Web 2.0 bewegen. Und doch handelt es sich um selten vorkommende Einzelfälle.
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