ERP wandert in die Cloud

Die Kunden bleiben skeptisch

10.11.2010, von Thomas Pelkmann

ERP-Suiten werden immer umfangreicher und bieten sogar Leistungen aus der Cloud an. Die Anwender bleiben dennoch skeptisch.

ERP-Suiten decken immer mehr Funktionsbereiche der Unternehmen ab, bieten für den flexiblen und damit Budget schonenden Bezug von Leistungen gar Lösungsangebote für Software-as-a-Service (SaaS) an. Die Skepsis der Anwenderunternehmen bleibt dennoch bestehen. Das ist das Ergebnis einer Studie von SoftSelect. Neben vermeintlich fehlender Sicherheit stören sich die Anwender auch am mangelnden Angebot an Branchenlösungen aus der Cloud.

An den Software-Anbietern kann’s nicht liegen; die erweitern ihre ERP-Lösungen um business-taugliche Funktionen etwa aus der Geschäftsdatenanalyse, dem Personal-Management, dem Customer Relationship oder dem Enterprise Content Management. Ganz im Trend liegen zudem Erweiterungen für das mobile Arbeiten oder Service-Angebote aus der Cloud.

Der Studie "ERP Software 2011" vom Hamburger Beratungshaus SoftSelect zufolge sind bereits vier von zehn ERP-Suiten mit SaaS-Bausteinen ausgestattet. Gar 70 Prozent der 139 untersuchten Lösungen von 96 Anbietern sind auch über Application Service Providing (ASP) verfügbar, bei dem die komplette oder Teile der Anwendung über das Internet bezogen werden können.

Die Begeisterung der Anwender über diese durchaus zeitgemäßen Angebote hält sich einer anderen Umfrage zufolge dennoch in Grenzen: Nicht einmal ein Viertel der dort befragten mittelständischen Unternehmen kann sich vorstellen, innerhalb von drei Jahren auf ASP- oder SaaS-Modelle umzusteigen. Allerdings drückt diese Zahl bereits eine höhere Akzeptanz aus, als noch vor zwei Jahren. Damals lag die Zustimmungsquote bei noch bescheideneren 12 Prozent.

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