Cloud Computing

Checkliste Cloud-Readiness

5 K.o.-Kriterien für den Cloud-Einsatz

15.02.2012, von Alexander Müller-Herbst

Checkliste für die Cloud-Readiness in Unternehmen

1. Governance

  • Kundenspezifische Governance-Struktur

  • Dedizierte Ansprechpartner

  • Individuelle Kundenberatung

  • Berücksichtigung branchenspezifischer rechtlicher Rahmenbedingungen

2. Qualität

  • Definierte SLA Parameter (Verfügbarkeit, Performance, Service-, Reaktions-, Lösungszeiten)

  • SLA Überwachung

  • SLA Reporting

  • Pönalen-Modell

3. Leistungsfähigkeit

  • Garantierte Leistungsparameter (Kapazitäts- und Performancegarantien)

  • Kurzfristige Kapazitätserweiterungen

  • Qualifizierter Support im Falle von Störungen

  • Kapazitätsmanagement (Abdecken von Kapazitätsspitzen)

4. Sicherheit

  • Sichere Trennung verschiedener Kundeninfrastrukturen

  • Verfügbarkeit von Konfigurationshistorien

  • Sicherstellung der Auditierungsfähigkeit

  • Systemstabilität / Daten- und Konfigurationssicherungen

  • Disaster Recovery

5. Technologie

  • Unterstützung spezifischer/individueller Funktionalitäten

  • Online Schnittstellen und Integration in bestehende Ap-plikationslandschaften

  • Auslastung von virtuellen/gesharten Systemen

  • Flexibilität der Service-Bereitstellung

  • Skalierbarkeit der Systeme

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Nicolas A. Zeitler - 17.02.2012 15:02
Es wird spannend sein, die von Herrn Müller-Herbst angesprochene Herausbildung von Standards zu beobachten. Der IT-Anwenderverband "Voice" ist mit dem Bitkom ja bereits in den Dialog dazu getreten. Ein großes Problem für die Anwender ist der unklare rechtliche Rahmen, wie Voice-Sprecher Thomas Endres auf den Hamburger IT-Strategietagen berichtet hat. Hier zum Nachlesen: http://www.cio.de/2304274
Alexander Müller-Herbst - 17.02.2012 11:16
Vielen Dank für die zahlreichen und wertvollen Hinweise. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass wir dediziert von Großunternehmen sprechen, für die das heutige Standardangebot an Cloud Services noch viele Fragen aufwirft. Sicher sind Anbieter interessiert, auch hier Lösungen zu etablieren. In einzelnen Bereichen – Beispiele sind ja in der Kolumne benannt - kann Cloud bereits heute sinnvoll verwendet werden. Unternehmen sind an dem Thema interessiert und führen vielfach Tests durch. Effektiv eingesetzt werden Cloud-Lösungen in Großunternehmen jedoch nach unseren Untersuchungen bisher allenfalls im signifikant niedrigen Prozentbereich. Für große, kritische Anwendungen reicht sowohl bei der Technik als auch den Prozessen der Reifegrad im Sinne der Einbindung vielfach noch nicht aus. Entsprechende Standards werden sich absehbar am Markt herausbilden; hieran arbeiten bereits verschiedene Interessenvertreter auf Anbieter- und Nachfragerseite. Die Intention der Kolumne dient der Darstellung der kritischen Aspekte, die beim Thema Cloud zu beachten sind.
Jonas Bull - 16.02.2012 09:23
Was mich einmal interessieren wuerde, nutzt die Compass Group nicht auch schon Cloud Services? Ich denke dass die Aussage "Cloud ist ein unreifer Service, er wurde primär für Privatkunden entwickelt." so nicht korrekt ist. Es gibt sehr viele Business Anwendungen im Cloud Umfeld die speziell auf den Enterprise Markt ausgelegt sind. Viele Punkte in diesem Artikel sind korrekt, aber eine provokative Überschrift wie "unreifer Service" wird dem meines Erachten nach nicht gerecht.
Winfried Machotta - 16.02.2012 01:31
Die Cloud ist für Consumer gedacht? Ich glaube hier hat der Autor bei der Recherche einiges nicht richtig dargestellt - Sorry - Cloud Marktführer ist Amazon und AWS adressiert bestimmt nicht den Consumer Markt zu Mal bereits eine überwiegend grosse Zahl deutscher Dax Firmen Amazon Kunden sind (Storage und Compute). Neben Amazon bieten Service Provider wie AT&T, Savis, Swisscom, etc Cloud Lösungen für den Enterprise Markt an. Nicht zu vergessen stellen diese IaaS- Angebote unzureichende Schnittstellen für den Consumer bereit, da der Consumer User auch beim Arbeiten mit der Cloud, immer noch die Kapazitäten hinter einen Laufwerksbuchstaben bzw Mount Point erwartet und hier nahezu immer eine "Middleware"/Client Software zum Einsatz kommen muss, damit der Anwender Cloud Kapazitäten nutzen kann. Enterprise Kunden hingegen sind bereits daran gewöhnt, was es heisst eine Rest bzw Soap Schnittstelle zu nutzen. Auch die Sicherheitsbedenken können weitgehend ausgeräumt werden, da nahe zu alle Lösungen mandantenfähig sind und zusätzlich End-To-End Verschlüsselungsmechanismen zum Einsatz kommen können - Dieses Problem tritt ohnehin nur bei der Nutzung von "Public Clouds" zu, Unternehmen aber verstärkt eine Corporate Private Cloud in Betracht ziehen und die Daten in diesem Fall das Unternehmen aber nicht verlassen - Betrachtet man den PaaS Bereich, wird man ebenfalls feststellen, das die PaaS Anbieter auch den Schwerpunkt auf Business Kunden haben und nicht den Consumer adressieren - Hier als Beispiel mal Force.Com (SalesForce) bzw Spring Source oder andere. Lediglich im Bereich SaaS kann man durch Firmen wie DropBox, Box.net, Evernote etc den Adressaten im Consumer Bereich sehen - Aber selbst hier erkennt man eine starke Nachfrage von Enterprise Kunden, die solche "Corporate DropBox" Lösungen einsetzen wollen - Hier gibt es auch bereits Anbieter die solche Lösungen mit BSI Zertifizierung anbieten. Zum Punkt Performance muss man sagen, dass durch intelligente Cache Mechanismen bereits heute der Anwender eine gute Performance erzielt. Zusätzlich können dedizierte Cloud Gateway Lösungen eingesetzt werden, die auch heute schon eine Performance für angeschlossene User bereitstellen, die man üblicherweise von NAS Lösungen erwartet - Hier sind zB. Firmen wir Panzura oder Ctera zu nennen - Ich hoffe dass ich durch meine Zeilen die Einsatzfähigkeit von Cloud Lösungen im Unternehmen ein wenig kontrovers zum Artikel beleuchten konnte.
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