| Inhalt dieses Artikels: | |
| SAP-Betrieb in die Cloud migriert | |
| 32 virtuelle Systeme sparen 75 Prozent SAPS | |
| Snap-Technologie verringert Backup von Stunden auf Sekunden | |
07.09.2011, von Holger Eriksdotter
Die Landesbank Hessen-Thüringen stellt mit cloud.app.sap von FI-TS auf eine nutzungsbasierte Abrechnung um und konsolidiert SAP auf eine einheitliche Plattform.
Der Bedarf an Hardware-Ressourcen ist für die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) mit der Migration auf die Cloud-Plattform erheblich gesunken. Gemessen in SAPS (SAP Application Performance Standard) spart die Landesbank durch die flexible Zuweisung von Ressourcen im Cloud-System – im Gegensatz zu den vorher auf Höchstlast ausgelegten Systemen - 75 Prozent an Rechnerkapazität ein.
Gleichzeitig verkürzen sich durch die dynamische SAP-Infrastruktur die Backup-Zeiten drastisch, ebenso wie der zeitliche, organisatorische und technische Aufwand für die Bereitstellung von Testsystemen. Dauerte es früher mehrere Tage, ein Test- oder Entwicklungssystem bereit zu stellen, lässt sich das heute in wenigen Stunden bewerkstelligen.
| Stefan Reusch, Abteilungsleiter Anwendungsentwicklung bei der Landesbank Hessen-Thüringen: "Wir wollten schon seit längerem zurück zu einer einheitlichen SAP-Plattform." Foto: Helaba |
Mit knapp 6.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von rund 166 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2010) zählt der Helaba-Konzern zu den großen deutschen Landesbanken. Für die SAP-Infrastruktur zeichnet am zentralen Standort Frankfurt am Main die Abteilung Anwendungsentwicklung des Corporate Centers verantwortlich. Sie leistet auch den Second-Level-Support für die SAP-Landschaft und ist Schnittstelle zwischen den Anwendern der Helaba und dem Betrieb der SAP-Infrastruktur in den Rechenzentren der FI-TS.
Die Landesbank setzte seit langem Microsoft Windows als einheitliche Betriebsplattform für ihre SAP-Landschaft ein. Als jedoch vor einigen Jahren das ressourcenintensive Analyse-Tool "Balance-Analyzer" von SAP eingeführt wurde, erwies sich die Rechenleistung der Windows-Server als Engpass. "Wir mussten mit diesem Modul damals aus Performance-Gründen auf eine IBM-System unter AIX ausweichen", blickt Stefan Reusch, Abteilungsleiter Anwendungsentwicklung bei der Landesbank Hessen-Thüringen, zurück. "Da dies zwangsweise zu einer Zersplitterung unserer SAP-Systemlandschaft führte, wollten wir schon seit längerem zurück zu einer einheitlichen SAP-Plattform."
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