Change Management

10 Schritte zum Erfolg

06.10.2017
Von Thor Olavsrud und
Thor Olavsrud ist Senior Writer bei CIO.com und beschäftigt sich mit IT-Security, Big Data, Open Source Technologie sowie Microsoft-Tools und -Servers. Er lebt in New York.


Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.

So geht erfolgreicher Change

Im Laufe seiner bewegten Karriere hat Calderoni zehn "Wahrheiten" entwickelt, die Change-Management-Leader seiner Meinung nach verinnerlichen sollten, wenn sie nach Erfolg streben:

  1. Alles dreht sich um die Menschen: Technologie ist zwar ein Enabler von Change, aber der Erfolg des Wandels hängt davon ab, ob die Mitarbeiter mitziehen oder Widerstand leisten.

  2. Change braucht Zeit: Geht es um den Einsatz von Technologie, lässt sich jederzeit umschwenken und entsprechend schnell reagieren. Betrifft es aber die Denkweise der Belegschaft und den Kulturwandel im Unternehmen, geht das nicht so schnell. Und schon gar nicht über Nacht. Der für den Wandel nötige Zeitrahmen muss Teil Ihres Change-Management-Plans sein.

  3. Starten Sie mit einer Vision: Erfolgreiche Veränderungsmanagement-Strategien erfordern Klarheit darüber, welche Ziele eigentlich erreicht werden sollen. Sie dürfen nicht zu statisch sein (schließlich müssen spontane Anpassungen weiterhin möglich sein), sollten aber klar genug definiert sein, damit alle an einem Strang ziehen können.

  4. Holen Sie die Stakeholder mit ins Boot: Um erfolgreiches Change Management zu betreiben, müssen Sie zunächst die Mitarbeiter identifizieren, die am umfassendsten von den geplanten Veränderungen betroffen sein werden. Diese Menschen sind es, die für den Erfolg oder Misserfolg Ihrer Change-Management-Bemühungen entscheidend sein werden. Wenn möglich, sollten Sie diese Stakeholder so früh wie möglich in Ihre Planungen mit einbeziehen.

  5. Schätzen Sie die Folgen ab: Jede Veränderung bringt Folgeerscheinungen mit sich. Wenn Sie Ressourcen und Budget für ein einzelnes Projekt aufwenden, könnte ein anderes darunter leiden. Sie sollten deshalb bereits in der Vorbereitungsphase nach anderen Bereichen suchen, die möglicherweise von den Veränderungen betroffen sein werden.

  6. Setzen Sie auf die "Willigen": Abweichende Meinungen können eine Bereicherung sein. Schließlich könnten sie Aspekte zu Tage fördern, an die man vorher eventuell noch gar nicht gedacht hat. Was einem erfolgreichen Change Management jedoch abträglich ist: Wenn alles (wirklich alles) auf den Prüfstand oder zur Diskussion gestellt wird. Sie sollten sich deshalb auf die Menschen konzentrieren, die Ihre Vision teilen und Ihre Bemühungen unterstützen.

  7. Kommunikation: Eine klare Vorstellung von Ihren Zielen nützt relativ wenig, wenn Sie diese nicht kommunizieren. Nutzen Sie Meetings, E-Mails, Newsletter, das Intranet oder Videoconferencing-Tools, um Ihre Vision mit Ihren Mitarbeitern zu teilen.

  8. Zuhören: Kommunikation sollte allerdings keine Einbahnstraße sein. Die Stakeholder, die ganz direkt vom Change betroffen sind, haben eventuell wertvolle Insights für Sie auf Lager. Dieses Feedback ist essentiell.

  9. Suchen Sie die stille Mehrheit: Es gibt Situationen, in denen einige wenige Stimmen die lautesten sind. Das heißt aber nicht, dass diese auch die Mehrheit repräsentieren. Holen Sie deswegen ganz gezielt auch die Meinung derjenigen Mitarbeiter ein, die sich nicht von selbst äußern. Anonyme Umfragen sind eine Möglichkeit. Oder Sie schulen diese Mitarbeiter, damit sie zukünftig auch eine Stimme haben.

  10. Learning by doing: Wie schon der preußische General Helmuth Karl Bernhard von Moltke einst sagte, "Kein Operationsplan reicht mit einiger Sicherheit über das erste Zusammentreffen mit der feindlichen Hauptmacht hinaus". Das gilt auch in Sachen Change Management: Während Sie Ihr Unternehmen durch den Wandel begleiten, werden neue, unerwartete Herausforderungen auf Sie zukommen. Ob Ihr Change Management zum Erfolg wird, hängt davon ab, wie Sie mit diesen umgehen.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer US-Schwesterpublikation CIO.com.

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