Balance wichtig

20 Regeln für flexibles Arbeiten

Andrea König ist PR-Beraterin bei Mann beißt Hund - Agentur für Kommunikation GmbH und freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.

Und sie nennt dafür ein Beispiel: Möchte ein Microsoft-Mitarbeiter gern sehr flexibel arbeiten, ist das kein Problem, sofern es zu seiner Rolle passt. Allerdings sollte er erst ein Jahr lang auch Zeit im Büro verbracht haben, um sich ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Generell gilt für Microsoft-Angestellte Vertrauensarbeitszeit, dabei wird viel Wert auf Zielvereinbarungen und regelmäßige persönliche Gespräche gelegt.

Viele der Regelungen sind "Common Sense"

Pa M. K. Sinyan von Gallup über das Home-Office-Verbot bei Yahoo: "Wenn durch die Home-Office-Lösungen tatsächlich der Austausch fehlt, hätte man sich bei Yahoo doch lieber die Frage stellen sollen, wie sich dieser Austausch fördern lässt."
Pa M. K. Sinyan von Gallup über das Home-Office-Verbot bei Yahoo: "Wenn durch die Home-Office-Lösungen tatsächlich der Austausch fehlt, hätte man sich bei Yahoo doch lieber die Frage stellen sollen, wie sich dieser Austausch fördern lässt."
Foto: Gallup

Viele der Regelungen aus dem How-to-Guide bezeichnet Brigitte Hirl-Höfer als "Common Sense". Das Fundament dieser flexiblen Arbeitsformen klingt so einfach und doch fehlt es daran häufig: Vertrauen.

Dazu kommt bei Arbeitgebern zum Beispiel, dass sie mit ihren flexibel arbeitenden Mitarbeitern klare Vereinbarungen treffen, neue Meetingkulturen schaffen und das Thema Führung nicht vernachlässigen dürfen. Arbeitnehmer müssen bei flexiblen Arbeitsmodellen etwa darauf achten, nach Feierabend abzuschalten, richtig zu kommunizieren und sich mit Kollegen regelmäßig auszutauschen.

"Damit Leistung nicht mit der Anwesenheit gleichgesetzt wird, müssen Unternehmen die Leistung ihrer Mitarbeiter objektiv mit Kennzahlen messen", empfiehlt Pa M. K. Sinyan. Denn schließlich kommt es auf das Ergebnis an und nicht darauf, wer abends am längsten im Büro gesessen hat.

Brigitte Hirl-Höfer glaubt nicht, dass Yahoo mit seinem Home-Office-Ende eine Kehrtwende eingeläutet hat: "Das Thema wird sich auch zukünftig weiter verstärken. Nicht nur durch neue Technologien sondern auch durch eine neue Generation an Mitarbeitern, die diese Arbeitsweise einfordert."

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