Umfrage

41 Prozent der Internetnutzer Opfer von Cyberkriminalität

05.02.2018
Rund 41 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind schon einmal Kriminellen im Netz zu Opfer gefallen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) anlässlich des Safer Internet Days am morgigen Dienstag in Auftrag gegeben haben.
Opfer von Kriminalität im Internet
Opfer von Kriminalität im Internet
Foto: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Demnach gab knapp jeder Fünfte an, bereits von Schadsoftware wie Viren oder Trojaner befallen worden zu sein. Acht Prozent wurden beim Online-Shopping betrogen, sechs Prozent wurden Opfer von PhishingPhishing, fünf Prozent von Identitätsdiebstahl. Weitere genannte Bereiche waren Ransomware-Erpressungssoftware (4 Prozent) oder Cybermobbing (3 Prozent). Alles zu Phishing auf CIO.de

Mehr als die Hälfte der Betroffenen erklärten, dass sie sich nach den Attacken selbst geholfen hatten. 24 Prozent suchten Hilfe bei der Familie oder bei Freunden, 19 Prozent erstatteten Anzeige. "Wenn Sie Opfer von Cyber-Kriminalität geworden sind, erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei", forderte der ProPK-Vorsitzende Gerhard Klotter. Dadurch bekämen die Ermittler wichtige Hinweise über das Vorgehen der Täter.

Laut den Umfrage-Ergebnissen spielt für die Nutzer die Sicherheit beim Surfen besonders im Finanzbereich eine große Rolle. So ist sie für 71 Prozent beim Online-Banking besonders relevant, gefolgt vom Online-Shoppen (45 Prozent). Kaum eine Rolle spielt sie dagegen bei der Nutzung sozialer Netzwerke (11 Prozent), Cloud-Dienste (8 Prozent) oder bei vernetzten Hausgeräten (4 Prozent).

Sicherheit im Internet
Sicherheit im Internet
Foto: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

"Sicheres Verhalten im Internet muss so selbstverständlich werden wie im Straßenverkehr. Schon mit einigen einfachen Maßnahmen kann man das Schutzniveau deutlich erhöhen", betonte BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Und wie schützen sich User konkret vor Gefahren im Netz? Der Umfrage zufolge nutzen 66 Prozent ein aktuelles Antivirenprogramm und eine Firewall. Weniger als die Hälfte (45 Prozent) achten auf eine sichere Verbindung zur Übertragung ihrer Daten. 37 Prozent installieren verfügbare Updates, 21 Prozent legen regelmäßig Sicherheitskopien an. (dpa/rs)

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Thema: Phishing

Kommentare zum Artikel

Veronika

bin ich auch schon gewesen, in einem Zeitraum von ca. 2 Jahren, jedoch nicht nur online. Strafanzeige wollte ich bzgl. Online-Kr. und Betrug in 2 Fällen erstatten, insbesondere, weil es mir "damals" von der 110 empfohlen wurde, die ich nach einem Vorfall anrief. Allerdings meinten die Beamten vor Ort, sie hätten keine dafür zuständigen Ansprechpartner. Die Anzeigenaufnahme wurde also verweigert... ich bin dann auch quasi auf eigene Faust damit umgegangen. Bei mir waren es vor allem soziale Netzwerke/Plattformen - sogar BusinessPlattformen, Hacken & die Installation von Fremdsoftware auf meinem PC.

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