BCG: Beförderungen intransparent

5 Mythen über Diversity

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Die Bosten Consulting Group hat ihre Studienteilnehmer nach möglichen Gründen für den Frauenmangel im Top-Management befragt. Die Teilnehmer sollten diese Gründe auch einschätzen.

Dabei zeigte sich denn auch, dass Klischees wie die "weibliche Persönlichkeit" - demzufolge Frauen einfach nicht nach Macht strebten - von vergleichsweise wenigen Befragten genannt wurden. Öfter kam die männlich-dominierte Firmenkultur zur Sprache, wonach die Führungsriege Frauen zu wenig unterstütze.

Fünf irrige Annahmen über Chancengleichheit

Auf Basis der 44 untersuchten Konzerne hat die BCG für Europa beispielhaft einen "typischen Fall" entwickelt. Klischee und Wahrheit über Frauen in diesem Beispiel-Fall lesen sich wie folgt:

Mythos 1: "Im Branchenvergleich ist unser Unternehmen in puncto Frauenförderung sehr gut aufgestellt." Faktisch liegt der Frauenanteil im Top-Management mit Blick auf internationale Vergleichszahlen um sieben Prozent unter dem Schnitt.

Mythos 2: "In unserer Firmenkultur gibt es kein Problem mit Frauen in Führungspositionen." Eine Einschätzung, die nur etwa jeder zehnte Befragte (unabhängig vom Geschlecht) bestätigt.

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