BCG: Beförderungen intransparent

5 Mythen über Diversity

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Mythos 3: "Unsere Beförderungsprozesse sind transparent und neutral." Faktisch halten nur 18 Prozent der weiblichen und 40 Prozent der männlichen Befragten die Beförderungsprozesse für geschlechtsneutral. Männer werden doppelt so häufig befördert wie Frauen.

Mythos 4: "Es gibt zu wenig qualifizierte Frauen, vor allem in den technischen Disziplinen." Das stimmt nur zum Teil. Beispiel Ingenieure: 23 Prozent der Hochschulabgänger sind Frauen. Aber nur jeder zehnte Neueingestellte ist weiblich.

Mythos 5: "Unser Unternehmen tut schon genug, um Frauen zu fördern." Faktisch sehen 40 Prozent der Befragten erheblichen Verbesserungsbedarf.

Zusammenfassend schreibt Rainer Strack, Senior Partner und bei der BCG weltweit für Personalthemen verantwortlich: "Der Mangel an weiblich besetzten Führungspositionen ist vor allem ein Problem des internen Talent-Managements."

Die BCG rät zum Gesundheits-Check

Die BCG rät Unternehmen zu einem "Gesundheits-Check" in Sachen Diversity. Der Begriff umschreibt eine umfassende Analyse, die zunächst die Ursachen des Ungleichgewichts bei der Mitarbeitervielfalt aufdecken und Akzeptanz für das Thema schaffen soll. Anschließend muss das Unternehmen Ziele und Maßnahmen definieren, die den Geschäftserfolg fördern können.

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