Kurzratgeber

5 Wegweiser für eine erfolgreiche App-Modernisierung

14.06.2024
Anzeige  Application Modernization verschlingt in vielen Unternehmen Ressourcen – ohne die gewünschten Resultate zu erzielen. Wie kommt es dazu und was lässt sich dagegen tun?
Eine erfolgreiche App-Modernisierung ist im Wesentlichen eine Frage des richtigen Ansatzes und der richtigen Technologie.
Eine erfolgreiche App-Modernisierung ist im Wesentlichen eine Frage des richtigen Ansatzes und der richtigen Technologie.
Foto: TippaPatt - shutterstock.com

Veraltete Anwendungen wirken wie Sand im digitalen Getriebe moderner Unternehmen: Sie sind in der Regel weder Cloud-fähig noch für den Einsatz neuer Technologien ausgelegt, die zum Beispiel das Nutzererlebnis oder die Sicherheit verbessern könnten. Zudem treiben sie die Wartungskosten in die Höhe und bremsen Fortschritt und Innovation, weil es an Knowhow für die veralteten Technologien mangelt, sachkundige Mitarbeiter nicht mehr zur Verfügung stehen und die Verantwortlichen vor Veränderungen zurückschrecken.

Dennoch handelt es sich bei dem Altsystem in der Regel um ein bewährtes System, das komplexe und gut getestete Geschäftsprozesse abdeckt. Viele Unternehmen beschließen daher zu Recht, bestimmte Anwendungen zu modernisieren. Allerdings läuft dieser Prozess oft nach dem Trial-and-Error-Prinzip ab. "Viele Firmen beschränken sich zum Beispiel bei der Cloud-Migration auf einen 'Lift-and-Shift'-Ansatz oder übertragen die Altsoftware einfach mit Hilfe eines Systemintegrators in eine aktuelle Programmiersprache wie Java", weiß Houssem Ben Abderrahman, General Manager DACH bei CAST. Das Problem dabei: "Versteckte Fehler und Inkonsistenzen, die sich im Laufe der Jahre eingeschlichen haben, bleiben verborgen und lassen das Projekt oft scheitern", so der CAST-Manager.

Kosten, Komplexität und Risiken lassen viele Unternehmen vor der Modernisierung zurückschrecken – mithilfe moderner Tools wie Software-Intelligence-Technologie lassen sich diese Hürden jedoch überwinden.
Kosten, Komplexität und Risiken lassen viele Unternehmen vor der Modernisierung zurückschrecken – mithilfe moderner Tools wie Software-Intelligence-Technologie lassen sich diese Hürden jedoch überwinden.
Foto: Cast

Eine veraltete Anwendung auf das Leistungsniveau aktueller Software zu heben, ist im Wesentlichen eine Frage der richtigen Herangehensweise und Technologie - auch wenn genau das für viele Unternehmen der Knackpunkt ist. Die folgenden fünf Tipps sollen daher als Richtschnur für Ihre Modernisierungsreise dienen:

Wegweiser 1: Reverse Engineering

Verstehen Sie den Zustand Ihrer Anwendung, bevor Sie mit der Modernisierung beginnen.

In den meisten Fällen waren im Laufe der Jahre unzählige Teams und Partner an der Entwicklung und Implementierung des bestehenden Systems beteiligt. Seine Architektur ist daher in den meisten Fällen unbekannt; die Dokumentation ist unvollständig. Es ist daher unerlässlich, den Status quo des Altsystems zu verstehen und zu dokumentieren. Hier bringt die neueste Software-Intelligence-Technologie signifikante Vorteile, denn sie liefert automatisch einen vollständigen Überblick über die Strukturen der gesamten Anwendung.

Wegweiser 2: Komponentisierung

Identifizieren Sie ähnliche Komponenten, um sie zum Beispiel in einem Microservice effizienter zu betreiben.

Ein wesentlicher Teil der Modernisierung besteht darin, ähnliche Komponenten innerhalb eines bestimmten Funktionsbereichs zu identifizieren und sie in eine neue Schicht oder einen Microservice innerhalb oder neben dem Altsystem auszugliedern, wo sie effizienter betrieben werden können. Die Herausforderung besteht darin, geeignete Ansatzpunkte für die Gruppierung der Komponenten zu finden und ihre Abhängigkeiten von anderen Komponenten zu verstehen.

Wegweiser 3: Go-to-Architektur

Planen Sie die gewünschte Zielarchitektur - so klar und flexibel wie möglich.

Die neue Architektur sollte so klar definiert sein, dass Entwickler sich daran orientieren können und Architekten die planmäßige Umsetzung überprüfen können. Für die Struktur ist es ratsam, die Aufgabenbearbeitung zu trennen: Jede Art von Aktivität (Benutzeroberfläche, Geschäftslogik, Datenverarbeitung) wird von einer spezifischen Schicht bearbeitet. Dies hilft bei der Modularisierung und Isolierung der Komponenten eines Systems, schafft Abstraktionsebenen und macht es flexibler für Änderungen.

Wegweiser 4: Abhängigkeitsanalyse

Verstehen Sie die Abhängigkeiten zwischen den Anwendungskomponenten, bevor Sie sie neu aufbauen.

Die Entwicklungslogik von Altsystemen ist aufgrund ihrer wechselhaften Geschichte meist nicht im Detail nachvollziehbar. Viele IT-Organisationen oder Systemintegratoren führen daher Modernisierungsmaßnahmen durch, ohne genaue Kenntnisse über die spezifischen Abhängigkeiten zwischen den Komponenten zu haben. Die Folge: Fehler und Inkonsistenzen aus jahrelanger Entwicklungs- und Implementierungsarbeit bleiben verborgen. So entdeckte ein großer deutscher öffentlicher Versicherer bei einem Software-Review, dass ein und dieselbe Funktion von verschiedenen Partnern unterschiedlich umgesetzt wurde. "Das Ergebnis", so Houssem Ben Abderrahman, "war, dass 20 Millionen Codezeilen in einer Endlosschleife liefen." Solche Fehler lassen sich mithilfe von Software-Intelligence-Technologie jedoch aufspüren und beseitigen. Ohne dieses Verfahren bleibt die App-Modernisierung auf halbem Wege stehen.

Wegweiser 5: Fortlaufende Code-Analyse

Überprüfen Sie Architekturänderungen schrittweise, bevor Sie mit dem Umbau fortfahren.

Große Modernisierungsprojekte bringen enorme Veränderungen mit sich und es ist entscheidend die Auswirkungen dieser Veränderungen vollständig zu verstehen, um sicher zu gehen, dass dadurch keine neuen strukturellen Risiken oder Fehler entstehen. Deshalb sollten Veränderungen an der Anwendung in einer fortlaufenden Schleife überprüft werden: Im ersten Schritt erfolgt die Analyse des IST-Zustands, gefolgt von der Planung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Im zweiten Schritt erfolgt die Analyse der strukturellen Qualität der modernisierten Anwendung, gefolgt von der Planung und Umsetzung weiterer Verbesserungen sowie möglicher Korrekturen. Danach beginnt das Prozedere wieder von vorn.

Fazit

Anwendungsmodernisierung ist komplex und damit zeit- und ressourcenintensiv. Und doch lohnt sie sich - nicht nur, weil sie zur Zukunftsfähigkeit und Agilität eines Unternehmens beiträgt, das mit moderner Software schneller auf veränderte Marktbedingungen und technologische Fortschritte reagieren kann. Sie lohnt sich auch, weil die langfristige Fähigkeit zur Modernisierung von Apps angesichts des ständigen Wandels der Märkte und Unternehmen zu einem Erfolgsfaktor für letztere wird.

Künstliche Intelligenz (KI) wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, indem sie hilft, einen Teil der erforderlichen Änderungen zu automatisieren. Entscheidend wird sein, ob das KI-Tool auf Basis von exakten Daten über die inneren Strukturen der Anwendung arbeitet - und dass das Ergebnis der Umstellung wiederum einer strukturellen Qualitätskontrolle durch Software-Intelligenz-Technologie unterzogen wird (siehe Wegweiser 5). "Auf diese Weise lassen sich Modernisierungsprojekte drastisch verkürzen", resümiert Houssem Ben Abderrahman, "und die damit verbundenen Risiken drastisch reduzieren."

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