Diversity-Ratgeber

8 Tipps, wie Unternehmen divers und inklusiv werden

Bastian Seebacher ist freier Mitarbeiter der Redaktionen CIO und COMPUTERWOCHE.
Sharon Florentine ist Senior Writer bei der CW-Schwesterpublikation CIO.com in den USA. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf IT-Management, Karriere und Diversity-Themen.
Eine starke Strategie für Diversität und Inklusion kann Unternehmen helfen, Spitzenkräfte anzuziehen und Innovationen zu schaffen. Wir geben acht Tipps aus der Praxis.
Eine größere Vielfalt in der Belegschaft bringt Unternehmen Studien zufolge eine höhere Rentabilität und mehr Wertschöpfung.
Eine größere Vielfalt in der Belegschaft bringt Unternehmen Studien zufolge eine höhere Rentabilität und mehr Wertschöpfung.
Foto: SeventyFour - shutterstock.com

Ausgerechnet die Tech-Branche tut sich immer noch schwer mit Diversität und Inklusion. Oft gelingt es aufgrund von Inklusionsproblemen am Arbeitsplatz nicht, Talente aus unterschiedlichen Bereichen anzuziehen. Für Unternehmen, die ihre Bemühungen zur Förderung von Vielfalt und Integration nachhaltig verbessern wollen, kann der Wandel eine Herausforderung sein - und sich dennoch lohnen.

Für die meisten Firmen ist Wandel mit einem geschäftlichen Nutzen verbunden. So zeigen diverse Studien, dass Firmen mit einem vielfältigeren Team vergleichsweise bessere Ergebnisse erzielen als Unternehmen mit einer homogenen Belegschaft, erklärt Sabrina Clark, Associate Principal bei SYPartners, einem Beratungsunternehmen, das sich auf organisatorische Veränderungen spezialisiert hat.

"Studien zeigen, dass schon allein das Vorhandensein einer physischen Vielfalt zu einer verbesserten Leistung führt. Für datenorientierte Unternehmen kann dieser zusätzliche Leistungsschub äußerst motivierend sein", so Clark. "Außerdem steht fest, dass Unternehmen, denen es an Vielfalt mangelt, öffentlich angeprangert werden und möglicherweise sogar Geschäftseinbußen erleiden, ganz zu schweigen davon, dass sie bei der Rekrutierung neuer Talente ins Hintertreffen geraten. Selbst bei GoogleGoogle gibt es erste Anzeichen dafür, dass sich die mangelnde Vielfalt negativ auf das Unternehmen auswirkt." Alles zu Google auf CIO.de

Wie eine Studie von McKinsey zeigt, führt eine größere Vielfalt in der Belegschaft zu höherer Rentabilität und mehr Wertschöpfung. McKinsey fand außerdem eine statistisch signifikante Korrelation zwischen einer vielfältigen FührungFührung und einer besseren finanziellen Leistung. Unternehmen im obersten Viertel der ethnischen Vielfalt auf der Führungsebene haben eine um 33 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, eine überdurchschnittliche Rentabilität zu erzielen als Unternehmen im untersten Viertel. In Bezug auf die geschlechtsspezifische Vielfalt ist die Wahrscheinlichkeit, eine überdurchschnittliche Rentabilität zu erzielen, bei Unternehmen im obersten Viertel um 21 Prozent höher als bei Unternehmen im untersten Viertel, so die Untersuchung. Alles zu Führung auf CIO.de

Obwohl die finanzielle Leistung eine wichtige Triebkraft für D&I-Strategien (Diversity & Inclusion) ist, starten einige Unternehmen Initiativen zur Förderung der Vielfalt, um staatliche Vorschriften einzuhalten oder um Druck der Aktionäre zu begegnen, berichtet Clark. "In Großbritannien sind Unternehmen beispielsweise verpflichtet, ihre Diversitätsstatistiken zu veröffentlichen. In diesem Zug stieg auch der Druck von Aktionären und Vorständen".

Jeff Weber, Senior Vice President of People and Places beim Softwareanbieter Instructure, beobachtet, dass auch die Angestellten und potenzielle neue Mitarbeiter mehr Wert auf Diversität legen. "Wenn wir Vorstellungsgespräche führen, fragen die Kandidaten immer häufiger, was wir in Bezug auf Vielfalt und Inklusion tun."

Die Unternehmen erkennen auch, dass sie durch die Umsetzung von Diversität und Inklusion in ihrem Unternehmen ihren Ruf wahren können, so Clark. "Sie denken voraus, und das ist großartig! Sie fragen sich, was für ein Unternehmen sie sind, wer sie sein wollen und was ihr Vermächtnis sein wird."

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