Better.com?

900 Mitarbeiter per Zoom gefeuert



Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.
Der CEO eines US-Unternehmens ließ 900 seiner Mitarbeiter ein "besonderes" Weihnachtspräsent zukommen: Er feuerte Sie fristlos in einem Zoom-Call.
Der US-Finanzdienstleister Better.com hat rund neun Prozent seiner Belegschaft fristlos entlassen - per Zoom Call.
Der US-Finanzdienstleister Better.com hat rund neun Prozent seiner Belegschaft fristlos entlassen - per Zoom Call.
Foto: Azar Alakbarov - shutterstock.com

"Wenn Sie Teil dieses Meetings sind, sind Sie mit sofortiger Wirkung entlassen", eröffnete Vishal Garg, CEO des US-Finanzdienstleisters Better.com, rund 900 Mitarbeitern im Rahmen eines Zoom Calls:

"Ein harter Schlag in die Magengrube"

"Entlassungen sind ein harter Schlag in die Magengrube, besonders zu dieser Jahreszeit", zitiert CNN Business den Better.com-CFO Kevin Ryan zu den Vorgängen, die er mit einer strategischen Neuausrichtung und Marktveränderungen begründet. Better-CEO Vishal Garg spricht - wie im Video zu sehen - davon, bei der letzten Entlassungswelle geweint zu haben. Beim jetzigen Instant-Personalabbau per Zoom hatte er sich deutlich besser "im Griff".

Der Fintech-CEO und Entrepreneur sorgte bereits früher für negative Schlagzeilen. Im November 2020 berichtete etwa Forbes über Betrugsvorwürfe, anhängige Gerichtsverfahren und einem alles andere als emphatischen Führungsstil. Auch ein Artikel von The Daily Beast lässt den Manager in keinem guten Licht erscheinen und lastet ihm unter anderem die Bevorteilung einzelner, ihm gegenüber besonders loyaler Mitarbeiter an. Wie Fortune berichtet, soll Garg nach dem Entlassungs-Call zudem auf einem nicht näher benannten Netzwerk diverse Statements gepostet haben, in denen er unter anderem gekündigte Mitarbeiter des Diebstahls bezichtigt.

Zusätzlichen, faden Beigeschmack erhält der Zoom Call, in dessen Verlauf zirka neun Prozent der Belegschaft von Better.com fristlos entlassen wurden, auch dadurch, dass der im Immobiliensektor tätige US-Konzern, der einen Börsengang im Rahmen eines SPAC anstrebt, erst kürzlich von seinen Investoren Aurora und SoftBank eine Finanzspritze in Höhe von 750 Millionen Dollar erhalten hat, wie TechCrunch berichtete.

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