Die Suche nach dem richtigen Arbeitgeber

Alle wollen zu Google, kaum einer zu Siemens

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 20 Jahren. Langweilig? Nein, sie entdeckt immer neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und im eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisiert.

Die Neueinsteiger: Computerspiele machen sexy

Jedes Jahr können die befragten Informatikerstudenten Firmen ihrer Wahl der Liste der beliebtesten Arbeitgeber hinzufügen und so auch Neueinsteiger ganz nach vorne katapultieren. Vor drei Jahren schaffte es Google auf Anhieb auf Platz drei. In diesem Jahr ist zum Beispiel die deutsche Crytek GmbH, die Ego-Shooter-Spiele entwickelt und 255 Mitarbeiter beschäftigt, auf Anhieb auf Platz 21 eingestiegen und verwies Konzerne wie die Deutsche Bank oder Deutsche Telekom auf die Plätze.

Von null auf vier ist Blizzard Entertainment geklettert. Obwohl der Hersteller von Computerspielen in Deutschland keine Niederlassung und nur Jobs in der Europazentrale in der Nähe von Paris oder im Kundendienstcenter im irländischen Cork zu vergeben hat, möchten über neun Prozent der Informatiker bei ihm arbeiten. Hier funktioniert die von Trendence-Berater Viel beschriebene Argumentationskette: "Wer ein tolles Produkt hat, kann auch als Arbeitgeber nicht so schlecht sein." Im Falle von Blizzard heißt das beliebteste Spiel World of Warcraft. Natürlich sollten Bewerber mit Leidenschaft Online-Rollenspiele à la World of Warcraft spielen, um eine Chance zu haben. Wer sich bei Blizzard bewirbt, kann übrigens nicht mit einer Absage rechnen, teilt die Firma lapidar auf ihrer Website mit: "Auf Grund der Vielzahl an Bewerbungen informieren wir die Bewerber nicht, wenn ihre Bewerbung nach einer ersten Durchsicht nicht in die engere Wahl gezogen wird. Sollte ein Bewerber innerhalb von vier Wochen nach Einsendung seiner Unterlagen keine E-Mail erhalten haben oder telefonisch kontaktiert worden sein, so sollte die Bewerbung als erfolglos betrachtet werden. "

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