Alcoa und Rio Tinto

Aluminium-Riesen arbeiten an Produktion ohne Treibhausgas-Ausstoß

11.05.2018
Die Aluminium-Konzerne Alcoa und Rio Tinto wollen mit einer neuen Technologie den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids in der Produktion des Metalls stoppen.

Bei dem Verfahren wird stattdessen Sauerstoff freigesetzt, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Sie gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Elysis, um die Technologie zum Jahr 2024 für einen breiten Einsatz vorzubereiten. Der Apple-Konzern, der große Mengen Aluminium für die Gehäuse seiner Geräte braucht, ist ein Partner in dem Projekt.

Bei der sogenannten Schmelzflusselektrolyse in der Aluminium-Produktion wird üblicherweise ein Kohlenstoffmaterial verwendet, das beim Verbrennen Treibhausgase freisetzt. Bei Alcoa wurde ein Verfahren erfunden, in dem stattdessen ein neues leitfähiges Material zum Einsatz kommt. Apple vermittelte nach eigenen Angaben die Partnerschaft zwischen Alcoa und Rio Tinto und will technische Unterstützung für Elysis leisten.

Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem die beiden Aluminium-Riesen jeweils die Hälfte halten, wird in Montreal angesiedelt. Es soll auch das neue Material an andere Hersteller verkaufen. Die Unternehmen bringen neben Technologie und Patenten 55 Millionen kanadische Dollar (36 Mio Euro) in Elysis ein, Kanada und die Provinz Quebec investieren jeweils 60 Millionen kanadische Dollar, von Apple kommen 13 Millionen kanadische Dollar. (dpa/rs)

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