Cloud Computing


Umfrage von CIO.de

Amazon-Ausfall: Cloud-Bedenken bestätigt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der lange Ausfall von Amazons EC2 bestätigt jeden dritten Teilnehmer unserer Umfrage in seiner Cloud-Skepsis. Jeder Siebte stellt nun Cloud-Projekte in Frage.
Die Haltung der CIO.de-Nutzer zum Ausfall bei Amazon.
Die Haltung der CIO.de-Nutzer zum Ausfall bei Amazon.
Foto: CIO.de

Ängstliche Naturen schalten am 6. März keinen Computer ein - das Michelangelo-Virus. Andere bereiten sich auf den Weltuntergang am 21.12.2012 vor - der Maya-Kalender. Und mancher glaubt, am 21.04.2011 habe das Computer-Netzwerk Skynet den Kampf zwischen Menschen und Maschinen gestartet. An diesem Datum, von einer Science-Serie vorhergesagt, legte eine Server-Störung in einem Amazon-Rechenzentrum die Websites hunderter Unternehmen lahm.

Joseph Reger, Vorstand und CTO bei Fujitsu Technology Services, kommentierte: "AmazonAmazon hat dem Cloud ComputingCloud Computing einen Bärendienst erwiesen." Cloud Computing werde einen Imageschaden davontragen. Aus IT-Sicht sei das die eigentliche Tragik. Alles zu Amazon auf CIO.de Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Jeder Fünfte spricht von einem Einzelfall

Amazon selbst erklärte den Vorfall - ohne jede Rücksicht auf etwaige mystische Kalendertage - rein technisch. Die Kurzfassung einer ausführlichen Beschreibung auf der AWS-Webseite (Amazon Web Services) lautet so: Der Ausfall war die Folge eines falsch ausgeführten Upgrades der Netzkapazität für den Dienst Elastic Block Store (EBS). Als ein Router dafür kurzzeitig vom Netz genommen wurde, leitete Amazon den Traffic versehentlich auf ein deutlich schwächeres Ersatznetz um. Die Folge war eine Kettenreaktion von Störungen, die schließlich sogar die EBS-Control-Plane, weitere Availability Zones in Mitleidenschaft zog und den Relational Database Service (RDS) in Mitleidenschaft zog.

Wir wollten wissen, wie die Nutzer von CIO.de das sehen, und starteten eine Umfrage. 375 User beteiligten sich. Die Antworten zeigen ein gespaltenes Echo.

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