Projekte


Gasversorger VNG

Anomalie-Erkennung soll Netzwerksicherheit erhöhen



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Durch die Erkennung von Anomalien will der Leipziger Gasversorger VNG die Netzwerksicherheit verbessern. Dabei soll die Partnerschaft mit dem Startup Rhebo helfen.
Auch die IT-Systeme der Förderplattform Transocean Arctic Rift der VNG-Gruppe sollen gegen Cyberangriffe abgesichert werden.
Auch die IT-Systeme der Förderplattform Transocean Arctic Rift der VNG-Gruppe sollen gegen Cyberangriffe abgesichert werden.
Foto: VNG

Die Leipziger VNG Innovation GmbHVNG Innovation GmbH, eine Tochter der VNG AG, ist eine strategische Partnerschaft mit dem Leipziger Technologieunternehmen Rhebo GmbH eingegangen. Das Startup bietet eine Anomalie-Erkennung, um industrielle NetzwerkeNetzwerke gegen technische Fehlerzustände und CyberangriffeCyberangriffe abzusichern. Top-500-Firmenprofil für VNG-Verbundnetz Gas AG Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de

Eine Anomalie ist jede Veränderung der erlaubten und bekannten Standardkommunikation in Netzen, beispielsweise durch MalwareMalware oder Cyberattacken. Es können aber auch fehlerhafte Datenpakete sein oder durch Netzwerkprobleme, Kapazitätsengpässe oder Anlagenfehler verursachte Kommunikationsveränderungen. Alles zu Malware auf CIO.de

Analyse der Netzwerkkommunikation

Die Lösung analysiert dafür kontinuierlich die Netzwerkkommunikation und meldet sofort alle Veränderungen. Dadurch würden auch bisher unbekannte und unentdeckte Bedrohungen und Kommunikationsmuster sichtbar, die die Sicherheit und Kontinuität der Umgebung gefährden.

Die VNG Innovation sieht in der Technik großes Potenzial für die Sicherheit von Stadtwerken, Netzbetreibern und anderen Industriekunden: "Auch in der Gaswirtschaft müssen Gasförderanlagen, Gasspeicher, Fernleitungsnetze sowie die Gasverteilernetze vor Angriffen sicher sein. Wir freuen uns, mit Rhebo an einem weiteren innovativen Leipziger Startup beteiligt zu sein", sagte Geschäftsführer Andreas Franke.

Die Bedrohung der Informations- und Kommunikationstechnologie-Systeme von digitalen Infrastrukturen, wie etwa in der Energieversorgung oder in der Industrie nähme immer mehr zu, argumentiert der Gaskonzern. Die Angriffe gefährdeten nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern auch effiziente Produktionsprozesse.

Verdächtige Vorgänge werden gemeldet

Der "Rhebo Industrial Protector" überwacht in industriellen Anlagen die Steuerungskommunikation einschließlich der Schaltanlagen-, Fernwirk- und Netzleittechnik. Dabei werde ein verdächtiger Vorgang nicht sofort geblockt, sondern in Echtzeit gemeldet. Abweichende Operationsverläufe, wie Netzwerkprobleme und Maschinenstörungen, die zu Anlagenausfällen führen können, würden erkannt, bewertet und gemeldet.

VNG Innovation GmbH | Partnerschaft mit Rhebo

Branche: EnergiewirtschaftEnergiewirtschaft
Projektstart: 1. März 2018
Ziel: Technische Weiterentwicklung und Marktdurchdringung der softwaregestützten Anomalie-Erkennung zur Absicherung von Industrienetzwerken gegen technische Fehlerzustände und Cyberangriffe für Betreiber kritischer Infrastrukturen und Industrieunternehmen mit automatisierter Produktion.
Inhalt: Das 2014 gegründete Leipziger Technologieunternehmen Rhebo erhält in seiner zweiten Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag von den bestehenden Investoren eCAPITAL AG und Technologiegründerfonds Sachsen sowie den neuen Investoren SHS Ventures und VNG Innovation GmbH.
Investitionsschwerpunkte: Energieeffizienz, Energiespeicherung, Energieumwandlung, Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit.
Produkt: Rhebo Industrial Protector
Standort: Leipzig - Smart Infrastructure Hub mit den Schwerpunkten Energie, Smart City und digitale Gesundheitsversorgung.
Internet: www.vng.de/de/vng-innovation-gmbh Top-Firmen der Branche Energie u. Rohstoffe

Zur Startseite