Projekte


Urban Air Mobility

Bahn will Drohnen ohne Sichtkontakt fliegen lassen



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Deutsche Bahn beteiligt sich am Modellprojekt "Urban Air Mobility". Drohnen sollen die Inspektion ihres Streckennetzes deutlich verbessern. Die Multicopter sollen dabei "außer Sicht", also ohne Blickkontakt zum Fluggerät, fliegen können.
Die Bahn lässt seit 2015 Drohnen aufsteigen, zur Vegetationskontrolle oder zur Inspektion von Brücken und Bauwerken.
Die Bahn lässt seit 2015 Drohnen aufsteigen, zur Vegetationskontrolle oder zur Inspektion von Brücken und Bauwerken.
Foto: Deutsche Bahn AG/Mario Finkbeiner

Die Deutsche BahnDeutsche Bahn (DB) beteiligt sich am Modellprojekt "Urban Air Mobility", das auch von der EU-Kommission unterstützt wird. In Ingolstadt soll dabei der Einsatz von Fluggeräten für die urbane Mobilität erforscht werden. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Bahn

In Modellversuchen soll der Einsatz von Drohnen und Flugtaxis untersucht werden. Die Deutsche Bahn erhofft sich durch den Einsatz von Drohnen vor allem vor allem eine schnellere und effizientere Inspektion ihres Streckennetzes.

Flüge ohne Blickkontakt

Ziel sei es, die Multicopter rasch "außer Sicht", das heißt ohne Blickkontakt zum Fluggerät, fliegen zu lassen. Die Bahn lässt bereits seit 2015 regelmäßig Drohnen aufsteigen, zur Vegetationskontrolle oder zur Inspektion von Brücken und Bauwerken. Gegenwärtig setzt die DB zwölf Typen von Multicoptern ein. Ausgerüstet sind sie mit Kameras für Videos, hochauflösende Digitalbilder oder Infrarotaufnahmen.

"Ich freue mich sehr, dass die Deutsche Bahn den Multicopter für ihre Infrastrukturüberwachung einsetzt und sich damit am Urban Air Mobilty Projekt der EU-Kommission beteiligt", sagte Staatsministerin Dorothee Bär.

Störungsursachen finden

"Wenn wir außer Sicht fliegen könnten, wären wir etwa bei Störungen deutlich schneller in der Lage, die Ursache zu identifizieren und entsprechend zu reagieren", sagte DB-Vorstand Sabine Jeschke.
"Wenn wir außer Sicht fliegen könnten, wären wir etwa bei Störungen deutlich schneller in der Lage, die Ursache zu identifizieren und entsprechend zu reagieren", sagte DB-Vorstand Sabine Jeschke.
Foto: Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger

"Bahnkunden profitieren bereits jetzt von Drohnen, weil wir damit schnell und effizient unsere Infrastruktur inspizieren, ohne den Bahnbetrieb zu beeinträchtigen", sagte DB-Vorstand für DigitalisierungDigitalisierung und Technik Sabina Jeschke. "Wenn wir außer Sicht fliegen könnten, wären wir etwa bei Störungen deutlich schneller in der Lage, die Ursache zu identifizieren und entsprechend zu reagieren", sagte Jeschke weiter. Das wolle man nun im Urban Air Mobility-Testfeld mit den anderen Partnern zusammen erstmals erproben. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung erfolgte am Rande eines Treffens des "Innovation Council" in der DB-Zentrale in Berlin. Ziel des Gremiums ist es, die Digitalisierung in Deutschland durch einen engen Austausch zwischen Politik, Unternehmen und Startups voranzutreiben.

Deutsche Bahn | Urban Air Mobility

Branche: TransportTransport
Zeitrahmen: ab 2019
Unterzeichner der Absichtserklärung: u.a. Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär, DB-Vorstand für Digitalisierung und Technik Sabina Jeschke, Oberbürgermeister von Ingolstadt Christian Lösel
Produkte: Multicopter, Drohnen und Flugtaxis
Zweck: Zunächst schnellere und effizientere Inspektion der DB-Infrastruktur; Erprobung innovativer Mobilitätslösungen in der dritten Dimension
Einsatzort: Deutschland, Europa
Internet: www.deutschebahn.com/digitalisierung Top-Firmen der Branche Transport

Zur Startseite