Finance IT


Potenzial für Marketing und Vertrieb im Blick

Banken glauben trotz schlechter Vorbereitung an Web 2.0

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mehr als jede zweite Bank hält Web 2.0 für nicht mehr verzichtbar - gleichzeitig sehen sich 37 Prozent der Geldinstitute in diesem Punkt als noch nicht reif genug an. Das sollten sie ändern, meint der Berater WG-Data: Wer die Technologie gezielt einsetze, könne Marketing und Vertrieb optimieren.
Sind die Banken fit für Web 2.0? Optimisten und Pessimisten stehen sich gegenüber.
Sind die Banken fit für Web 2.0? Optimisten und Pessimisten stehen sich gegenüber.

Insbesondere Tools wie Communities und Blogs rücken in den Fokus der BankenBanken: 89 Prozent beziehungsweise 60 Prozent halten sie für "interessant" bis "sehr wichtig". Ziel ist, die Marktforschung zu modernisieren, tauschen sich doch die Kunden über die Produkte und Dienstleistungen der Bank aus. Top-Firmen der Branche Banken

Im Chat mit dem Sparbuch-Fachmann

Daher ist es nicht erstaunlich, dass knapp drei Viertel (74 Prozent) der Studienteilnehmer auch dem Chatten - zum Beispiel mit eigenen Experten - hohe Bedeutung beimessen. Das wird allerdings nicht ohne Aufwand abgehen, so WG-Data-Vorstandschef Wolfgang Günther: "Schließlich müsste ein Mitarbeiter abgestellt werden, der ständig oder zumindest zu festen Terminen am Chat teilnimmt und diesen dann auch auswertet."

Mit 78 Prozent Zustimmung liegen außerdem Podcasts in der Gunst der Banken vorn. Die Befragten denken, dass Kunden Unternehmensinformationen und aktuelle Nachrichten in dieser Form heute erwarten.

Schöne neue Technik-Welt? Die Euphorie trübt nicht den Blick auf die eigenen Defizite: 37 Prozent der Studienteilnehmer erklären, Banken und Sparkassen seien auf Web 2.0 noch nicht gut vorbereitet. Immerhin steht ihnen die gleiche Menge an Optimisten gegenüber, die das Gegenteil behauptet. Die übrigen 26 Prozent der Befragten wollen sich nicht festlegen.

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