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Wegen Basel III

Banken müssen 2012 Risk Management verstärken

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Banken müssen Risiko-Management als integralen Teil ihrer Geschäftssteuerung betrachten. Das fordert zumindest die Boston Consulting Group.
Drahtseilakt: Die Geldinstitute müssen die strengeren Kapitalanforderungen nach Basel III schon 2012 erfüllen.
Drahtseilakt: Die Geldinstitute müssen die strengeren Kapitalanforderungen nach Basel III schon 2012 erfüllen.
Foto: olly - Fotolia.com

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) stellt die Geldinstitute vor einen "akuten Handlungsbedarf". So sieht es jedenfalls die Boston Consulting Group (BCG) in der Studie "Facing new realities in global banking". Die Studie dreht sich um die Auswirkungen des Regelwerks Basel III.

Die vor kurzem von der EBA eingeführten Kapitalanforderungen "ziehen einen Großteil des Kapitalbedarfs durch Basel III vor", schreibt die BCG. Bereits bis Ende Juni 2012 müssen BankenBanken die neue Zielquote von neun Prozent Kernkapitalquote erreichen und einen Kapitalpuffer gegenüber europäischen Staatsanleihen aufbauen. Top-Firmen der Branche Banken

Hier seien nicht nur IT und Chief Risk Officer gefragt, so die Berater. Banken müssten ihr Risiko-Management "als integralen Teil der Geschäftssteuerung betrachten". Die BCG plädiert für "einen ganzheitlichen Ansatz".

Gerold Grasshoff, einer der Autoren der Studie, erklärt: "Die Wertschaffung der Banken wurde seit Einsetzen der Krise vor allem durch ansteigende Risikokosten gebremst." Die Risk-Income-Ratio - die Summe aus Kapitalkosten und Risikovorsorge im Verhältnis zu den Erträgen - liege derzeit bei 54 Prozent. Das ist doppelt so hoch wie vor der Finanzmarktkrise, so Grasshoff.

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