Finance IT


Neue Kommunikationsformen verändern das Konsumentenverhalten

Banken und Web 2.0: Der Kunde wird zum Konkurrenten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wer viele kleine Fische ins Netz bekommen will, muss auf die feine Masche achten. Für Finanzdienstleister gilt das insbesondere in Sachen Web 2.0. Wie die Analysten von der Deutsche Bank Research beobachten, vergleichen Privatleute per Internet immer genauer die Konditionen oder leihen sich gegenseitig Geld. DB Research gibt Tipps, wie Unternehmen von Web 2.0 profitieren können.
Die Beliebtheit von Blogs geht deutlich nach oben.
Die Beliebtheit von Blogs geht deutlich nach oben.

Die Zeichen sind nicht mehr zu übersehen: Im vergangenen Jahr fielen die Preise für Cash Utilisation in der Eurozone laut Cap Gemini um mehr als zehn Prozent. Jeder zweite Teilnehmer einer Blog-Studie der Leipziger Universität gibt an, sich Empfehlungen geben zu lassen oder selbst welche auszusprechen. Die Macht des Konsumenten - im Internet ist es mehr als ein geflügeltes Wort.

Für DB Research steht fest: Wer die Chance Web 2.0 verpasst, gerät ins Hintertreffen. Das beginnt schon bei der Medienbeobachtung: Informationen über das eigene Unternehmen sollten im Internet genauso gesucht und gesammelt werden wie in der Presse. Zumal Kunden von den Einträgen und Meinungen anderer Kunden deutlich mehr halten als von Informationen, die die Bank herausgibt.

Wer das Netz für sich nutzen will, muss daher geschickt vorgehen. Einer der schlimmsten Fehler wäre es, sich einen betont lässigen, pseudo-privaten Anstrich zu geben - im Irrglauben, damit Vertrauen zu wecken. Das Stichwort von der Authentizität zitieren die Analysten daher mehrfach. Jeder Auftritt muss zur Marke und zur Firmenkultur passen.

Konkret schlägt DB Research folgende Punkte vor: